Brisant: Die Vereinbarung zwischen Trump und Kim – die Fakten treffen vor allem die EU

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Trump Kim Treffen

Das Treffen zwischen Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un war erstaunlich freundschaftlich – nach außen. Jetzt stellt sich die Frage, was wirklich verabredet wurde… und auf wessen Kosten.

Rückblick: Das Treffen war „gut“

US-Präsident Donald Trump zeigte sich bei dem Treffen mit Kim Jong Un ungewohnt gut gelaunt, jovial und fair. Der Auftritt mit Kim scheint ihm sichtlich Spaß gemacht zu haben. Das Treffen sei „besser gelaufen, als irgendjemand erwartet hätte“, sagte Trump im Anschluss. Kim bezeichnete das Treffen als „Auftakt zum Frieden“, berichtet die „Welt“.

Bei der Pressekonferenz der beiden Staatschefs wurden entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet. Demnach habe sich Kim Jong Un zur „vollständigen Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel verpflichtet. Trump hatte im Vorfeld des Treffens deutlich gemacht, dass der Erfolg des Treffens von der Abrüstungsbereitschaft Kims abhinge. Die Vereinbarung sieht zudem vor, durch internationale Inspektionen auf ihre Umsetzung geprüft zu werden.

Im Gegenzug sicherte Trump Nordkorea Sicherheitsgarantien zu. Die Inhalte der Garantien wurden allerdings nicht spezifiziert. Beide Länder waren sich einig, die Beziehungen weiter zu vertiefen und auf eine neue Grundlage zu stellen. Damit wollen die Staatschefs dem Wunsch beider Völker nach „Frieden und Wohlstand“ nachkommen. Auf der koreanischen Halbinsel soll dauerhafter Frieden geschaffen werden.

Keine Details….

Genau Details wurden bei der Pressekonferenz jedoch nicht preisgegeben. Es ist also noch unklar, inwieweit sich Kim auf die „unwiderrufliche Abrüstung“ eingelassen hat. Trump wolle als Entgegenkommen seine Truppen teilweise oder sogar vollständig aus Südkorea abziehen.

Dem Dokument, das die beiden unterzeichneten, fehlte allerdings jede zeitliche Festlegung. Es hieß lediglich, die Denuklearisierung werde „sehr, sehr bald beginnen“. Die von den beiden unterzeichnete Vereinbarung war bislang nur ein „Letter of Intent“, also ein Papier und kein Vertragsabschluss.

Keine Manöver mehr mit Südkorea

Dennoch kann das Gipfeltreffen von Trump und Kim als Erfolg angesehen werden. Das Dokument soll in Folgetreffen von US-Außenminister Mike Pompeo und einem hochrangigen nordkoreanischen politischen Vertreter ausgearbeitet werden. Trump sagte nach dem Treffen vor Journalisten das Ende der gemeinsamen Militärmanöver von USA und Südkorea zu. Die „teuren“ Kriegsspiele müssten aufhören. Trump kündigte bei seinem Abflug weitere Treffen mit Kim an.

Für Asien, aber vor allem China und Südkorea dürfte dieses Treffen einen großen Gewinn bedeuten. Denn Südkorea hat viel dafür investiert, dass es zu diesem Gipfeltreffen kommt. Auch China hat das bekommen, was es in der Nordkorea-Frage wollte – den Frieden.

Die EU verliert den Alleinzugriff auf China…

Wie allerdings Trumps Generäle auf seine Ankündigung der Reduzierung der Militärmanöver reagieren werden, ist fraglich. Trump war sicherlich intelligent genug, diesen Gipfel auch als Vorwand zu nutzen, um mit der Großmacht und Konkurrenz China wieder an den Verhandlungstisch zu kommen.

Genau dies könnte zum Problem werden – ist die EU ihren fast schon exklusiv vorgetragenen Anspruch auf China und dessen Einbindung wieder losgeworden? Das Treffen könnte ein geostrategisches Erdbeben ausgelöst haben…

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