Britische Museen wollen die Titanic „nach Hause holen“

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Obwohl die Schiffskatastrophe der Titanic nun bereits über hundert Jahre her ist, fasziniert sie noch immer zahlreiche Menschen. Der Untergang der Titanic gehört zu den mysteriösesten Schiffskatastrophen der Welt. Zahlreiche Mythen und Geschichten ranken sich um die Hintergründe des Untergangs. Viele bezweifeln die offizielle Version der Gründe, die zum Untergang des Schiffs geführt haben sollen.

Die Titanic gehörte der britischen Reederei „White Star Line“ und wurde auf der Werft von Harland & Wolf in Belfast gebaut. Am 2. April 1912 wurde das Schiff in den Dienst gestellt. Die Titanic war damals das größte Passagierschiff der Welt und galt als unsinkbar. Auf ihrer Jungfernfahrt von Southampton nach New York sank die RMS Titanic am 12. April 1912 in einer bitterkalten Nacht zum Grund des Nordatlantiks hinab. Sie wurde für rund 1.500 Menschen zum nassen Grab. Die Titanic soll in dieser Nacht mit einem Eisberg kollidiert und deswegen gesunken sein. Nur 700 Menschen überlebten das Unglück.

Das Wrack des Schiffs wurde erst 1985 auf dem Meeresboden entdeckt. Ein amerikanischer Ozeanograph und sein französischer Kollege hatten das Wrack am 1. September 1985 geortet. Das Wrack liegt in 3.800 Metern Tiefe vor der Küste von Neufundland (Kanada). Seit 1987 ist ein amerikanisches Unternehmen (RMS Titanic) mit der Bergung der Artefakte der Titanic beschäftigt.

Schicksal der Artefakte ist ungewiss

Die zahlreichen Artefakte, die zum Teil aus dem Schiffsrumpf, größtenteils aber vom Meeresboden heraufgeholt wurden, erzählen stumme Geschichten vom Leben an Bord des Luxusdampfers und aus dem Leben der Menschen, die an Bord des Schiffes waren. Ausstellungen, die Artefakte der Titanic zeigen, haben bis heute nichts an Anziehungskraft eingebüßt.

Über 5.500 Gegenstände wurden seit 1987 geborgen. Viel Porzellangeschirr, Schuhe, Schmuck, Flaschen aber auch Teile der Rumpfhülle. Wie das Magazin National Geographic berichtet, hat das Unternehmen RMS Titanic, das seit 1987 die Bergungsrechte an dem Wrack besitzt, bereits 2016 Insolvenz angemeldet. Jetzt ist ungewiss, was mit den Artefakten und Gegenständen geschehen wird.

Doch jetzt meldeten sich britische Museen zu Wort. Das National Maritime Museum und die National Museums Northern Ireland wollen gemeinsam über 19 Millionen Dollar für den Kauf der gesamten Artefakte-Sammlung bezahlen. Die britischen Museen sagten, sie wollen die Titanic „nach Hause holen“. Durch den Kauf der Artefakte würden sie jedoch lediglich Miteigentümer, müssten sich allerdings um den Erhalte dieser kümmern.

Sammlung für die Nachwelt erhalten

Neben der Harland & Wolf Werft in Belfast, in der die Titanic gebaut wurde, befindet sich das „Belfast Museum“. Das Museum will die Artefakte dauerhaft in öffentlichem Besitz halten. Sie sollen der Welt zugänglich gemacht werden. Die Erinnerungen an die Menschen der Katastrophe sollen am Leben erhalten werden. Auch das National Maritime Museum will die Sammlung für die Nachwelt erhalten, berichtet National Geographic.

Die Museen sind allerdings nicht die einzigen Kaufinteressenten der Sammlung. Eine Gruppe von Investmentfirmen und Shareholdern haben ein Kaufgebot von 17 Millionen Dollar abgegeben. Ein anderes Angebot kam von einem Komitee, das derzeit Anteilseigner des Titanic-Unternehmens ist. Es wurde vorgeschlagen, die Artefakte zu versteigern.

Für die Museumsdirektoren wäre das eine Katastrophe. Denn dann wäre die Sammlung für immer verloren, befürchten sie. National Geographic Explorer Robert Ballard, der das Wrack der Titanic 1985 entdeckte, spricht sich für die Angebote der Museen aus. „Das sei einfach das Richtige“. Auch das Unternehmen RMS Titanic möchte das Erbe des Schiffes bewahren, so National Geographic.

Titanic soll „nach Hause“ zurückkehren

Die britischen Museen sind fest entschlossen, sich der Herausforderung der Konservierung der Artefakte zu stellen. Man habe die modernsten Einrichtungen, um die Ausstellungsstücke zu lagern und zu konservieren. Man könne die Artefakte der Öffentlichkeit so zugänglich machen, wie es sonst nirgendwo auf der Welt möglich sei, meinen die Museumsdirektoren enthusiastisch. Mit der Verlegung der Artefakte in die britischen Museen würde die Titanic zudem, zumindest symbolisch, wieder nach Hause zurückkehren.

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