+++ Britisches Labor: Kein Beweis für russische Herkunft des Giftes +++

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Gift ohne Beweis

Ein britisches Militärlabor hat das Nervengift untersucht, mit dem der ehemalige russische Doppelagent Skripal und seine Tochter in Salisbury vergiftet wurden. Das Labor stellte fest, dass es keinerlei eindeutigen Beweis dafür gebe, dass das Nervengift Nowitschok aus Russland stamme. Um die Herkunft des Giftes zu ermitteln, seien andere Informationen notwendig, von denen einige aber nur der britischen Regierung zugänglich seien, sagte der Leiter des Militärlabors Porton Down.

Mit dieser Aussage erhärtet sich die Vermutung, dass Theresa May selbst den „Giftbefehl“ gegeben haben könnte. Denn das britische Militärlabor Porton Down befindet sich nur wenige Kilometer von Salisbury entfernt, in dem chemische und biologische Kampfstoffe getestet werden. Interessant ist, dass ausgerechnet dieses Labor nun das Nervengift untersuchte und zu der Aussage gelangte, es gebe keine Beweise dafür, dass das Gift aus Russland stamme.

Einen Monat nach dem Anschlag will sich der OPCW-Exekutivrat (Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen) am Mittwoch in Den Haag zu einer Sondersitzung versammeln, um im Fall „Skripal“ zu beraten. Russland hatte die Sondersitzung des OPCW-Leitungsgremiums einberufen. Denn Moskau bestreitet nach wie vor, für den Giftanschlag verantwortlich zu sein und wirft London vor, voreilig einen Schuldigen gefunden zu haben.

Moskau verurteilt die Vorwürfe aus Großbritannien scharf. Die Maßnahmen des Westens seien reine Provokation und dienten nicht der Aufklärung, sondern der Fortsetzung der Konfrontation mit Russland. Die Verbündeten Großbritanniens folgten blind dem Grundsatz der euroatlantischen Einheit, anstatt ihren Verstand einzuschalten. Zudem habe Moskau westliche Botschafter zu einem Arbeitstreffen eingeladen, um den Fall Skripal zu untersuchen. Bei dem Arbeitstreffen soll Russland an die Verantwortlichen der westlichen Länder appelliert haben, sich bei der Aufklärung des Falls an bestehende Vereinbarungen zu halten.

Inzwischen haben auch Experten des OPCW das Gift untersucht. Ob die Ergebnisse bei der Sondersitzung am Mittwoch in Den Haag bereits vorliegen werden, ist noch unklar. Die russischen Behörden hatten von Anbeginn gefordert, in die Untersuchungen einbezogen zu werden. Anderenfalls würden sie die Untersuchungsergebnisse des OPCW nicht anerkennen. Die Sitzung soll auf Antrag von Russland unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Moskau hatte bei der Einberufung der Sondersitzung bereits einen Fragenkatalog zur Klärung des Falles eingereicht. Die Fragen sollen dort geklärt werden.

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