+++ BUND Studie enthüllt: Deutsche Atomkraftwerke sind hoch störanfällig +++

Atomreaktoren

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat am Dienstag der Bundesregierung die Studie „Atomstrom 2018“ vorgestellt, die die Störanfälligkeit deutscher Atomkraftwerke belegt.

Seit sieben Jahren untersuchen Forscher des BUND das Gefahrenpotential deutscher Atomkraftwerke. Denn seit Kanzlerin Merkel nach der Fukushima Katastrophe 2011 den Atomausstieg Deutschlands bis 2022 beschloss, ist es um die noch sieben laufenden Atomkraftwerke recht ruhig geworden.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein größerer Störfall oder ein Super-GAU bei diesen Atomkraftwerken jederzeit möglich sei. Das Ergebnis der Studie ergab, dass die sieben Atomreaktoren sofort stillgelegt werden müssten. Denn sie seien weder gegen Erdbeben noch Hochwasser gerüstet.

Zudem haben die Reaktor-Betreiber auf die Nachrüstung von dringend erforderlicher Sicherheitstechnik verzichtet und in keinem der Atomkraftwerke seien für die kommenden fünf Jahre Sicherheitsprüfungen vorgesehen. Dieses Vorgehen sei unverantwortlich, denn viele Schäden würden nur zufällig entdeckt.

Die BUND Gutachter stellten bei Besichtigungen der Atomkraftwerke fest, dass Dichtungen und Sicherheitsbolzen aufgrund von Gebäudealterung aus den Wänden fielen. Im AKW Brokdorf habe man unsachgemäße Reparaturen verformter Brennelemente vorgenommen, um diese zu stabilisieren. Die Ursache dafür wurde jedoch nicht untersucht. Der Reaktor ist weiterhin in Betrieb.

Das Bundesverfassungsgericht urteilte 2016, dass der geplante Atomausstieg zwar rechtens sei. Jedoch musste das Ausstiegsgesetz nachgebessert und finanzielle Entschädigungen für die Betreiber zugebilligt oder eine Laufzeitverlängerung vereinbart werden.

Der BUND sieht für die Bevölkerung aufgrund der Überalterung der Reaktoren eine erhöhte Gefahr und fordert von der Regierung Lösungen für einen schnelleren Ausstieg zu finden. So könnte verhindert werden, dass der Betrieb weiterer zehn Jahre 300 Tonnen hochradioaktiven Atommülls erzeugt.

Zudem verhinderten die Atomkraftwerke den Ausbau erneuerbarer Energien und verstopften die Netze. Bislang hat die Bundesregierung keine Neuregelung für den Atomausstieg nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gefunden. Auch im Koalitionsvertrag bleibt dieses Thema unberührt. Für die Politik sei das wirtschaftliche Interesse der Reaktor-Betreiber anscheinend wichtiger, als die Sicherheit der Bevölkerung. so der BUND.

Watergate Redaktion 27.4.2018

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