Bundesregierung will noch mehr Soldaten nach Afghanistan schicken

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Aus einem „vertraulichen“ Schreiben des Verteidigungsministeriums geht hervor, dass die Zahl deutscher Soldaten in Afghanistan erhöht werden soll. Konkret geht es um die Infanterie, die Luftwaffensicherung und den Sanitätsbereich, berichtet der „Tagesspiegel“.

Präsident Trump hat angekündigt, die Hälfte der 14.000 in Afghanistan stationierten US-Soldaten abzuziehen. Die Vorkehrungen für den Truppenabzug sind bereits am Laufen. Die deutsche Verteidigungsministerin hat anscheinend vor, für die USA in die Bresche zu springen. Denn entgegen früherer Pläne soll eine höhere Zahl deutscher Soldaten nach Afghanistan geschickt werden. In dem vertraulichen Schreiben heißt es, dass „internationale missionskritische Fähigkeiten“ in Afghanistan erhalten bleiben sollten. Der Abzug dieser „Fähigkeiten“ durch die USA solle durch die deutschen Partner ersetzt werden.

Die FDP hält die Pläne des Verteidigungsministeriums angesichts des Material- und Personaldefizits der Bundeswehr für absurd. „Eine Aufstockung der Bundeswehrsoldaten einfach so durchzuwinken sei nicht nachvollziehbar“, sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Strack-Zimmermann. Das wäre dann ein völlig neues Mandat, als das bisherige.

In Afghanistan sind derzeit etwa 1.200 deutsche Soldaten im Einsatz. Mitte Februar hatte das Bundeskabinett die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes beschlossen. Bei dieser Bundeswehrmission sollen afghanische Sicherheitskräfte ausgebildet und beraten werden, so die offizielle Erklärung. Deutschland ist das Land, das die zweitgrößten Militärtruppen in Afghanistan stellt.

Bislang erklärte die Bundesregierung, dass sie im Falle eines US-Truppenabzug die deutschen Soldaten auch aus Afghanistan zurückholen werde. Von der Leyen sagte: „Für uns gilt: Die Bundeswehr ist nie alleine unterwegs, sondern immer nur mit Bündnispartnern“. Nach den Terroranschlägen sei die Bundeswehr nur gemeinsam mit den USA nach Afghanistan gegangen. Diese Devise gelte auch noch heute.

Außenminister Heiko Maas rief den Bundestag zu einer „breiten Unterstützung“ für den Afghanistan-Einsatz auf. Das aktuelle Bundeswehrmandat läuft am 31. März aus. Das Land zum jetzigen Zeitpunkt zu verlassen, würde bedeuten, dass alles Aufgebaute „sehr schnell zusammenbrechen werde“, so Maas.

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2 Kommentare zu "Bundesregierung will noch mehr Soldaten nach Afghanistan schicken"

  1. Noch mehr Soldaten? weil es nur ein bewaffneter Konflikt ist? ich denke, dass unsere Politiker verblödet sind, allen voran die Kriegsherrin der BW.

  2. Die USA haben den Krieg begonnen wie früher die Missionare um fremden Völkern ihren Willen aufzuzwingen mit der besten Regierungsform wie sie glauben, aber die Afghanen wollen sie nicht. Das hat den USA viele Soldaten gekostet und auch uns und gerade als Frau müsste vdLeyen dies beenden. Wir sind dadurch mitschuldig und gefährdet.

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