Bundeswehr sucht wieder Rekruten mit einer neuen Plakatkampagne

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Vor wenigen Tagen hat die Bundeswehr eine neue Plakatkampagne gestartet. Jugendliche und junge Erwachsene sollen wieder für Deutschlands Auslandseinsätze und Kriege begeistert werden. In der Kampagne wird der „Job“ Soldat wie jeder andere dargestellt. Dass man in diesem „Beruf“ aber getötet werden kann, wird vollkommen ausgeblendet. In der Kampagne schreibt die Bundeswehr: „In diesen Wochen beginnt für über 700.000 junge Menschen in Deutschland das letzte Schuljahr. Darum starten wir nun die zweite Phase unserer Berufe-Kampagne, um die vielfältigen Möglichkeiten in der Bundeswehr nach Schulabschluss zu zeigen.“

Unter dem Slogan „Mach was zählt“, versucht die Bundeswehr, Nachwuchs zu rekrutieren. „Bei der Bundeswehr machen Sie sich stark für unsere Gesellschaft und Ihre Zukunft. Dafür qualifizieren wir Sie in über 4.000 Berufen – in Uniform und Zivil“, heißt es auf der Webseite zur Kampagne. Auch auf der Videospielmesse Gamescom in Köln warb die Bundeswehr mit Plakaten. Mit Sprüchen wie „Multiplayer at its best!“ oder „Mehr open World geht nicht“ wirkten die Poster im ersten Moment wie Auszüge aus Spielrezensionen. Diese Wortwahl stieß in den sozialen Netzwerken auf heftige Kritik.

Es hieß, die Bundeswehr lasse Krieg so aussehen, als sei es ein Spiel. Die Bilder würden Kameradschaft und Erlebnisse propagieren. Krieg sei jedoch kein Spiel, daher sei die Aufmachung höchst fragwürdig. Die Bundeswehr wollte sich auf Anfrage nicht zu der Kritik äußern. Man wolle bei der Messe mit jungen Menschen ins Gespräch kommen und ihnen die beruflichen Chancen bei der Bundeswehr nahebringen, sagte ein Pressesprecher.

Der Bundeswehr gelingt es nicht mehr, genügend freiwillige Rekruten zu bekommen. Jüngst überlegte das Verteidigungsministerium, auch Ausländer in die Bundeswehr aufzunehmen. Trotz aller politischer Maßnahmen ist die Bevölkerung gegen Militäreinsätze der Bundeswehr im Ausland.

71 Prozent aller Deutschen und 80 Prozent aller Frauen in Deutschland lehnen Auslandseinsätze ab. Auch bei Offizieren der Bundeswehr und an Führungsakademien waren und sind Auslandseinsätze hochgradig umstritten. Während des völkerrechtswidrigen NATO-Krieges im Kosovo quittierten viele Offiziere den Dienst. Sie sagten, sie seien unter der Bedingung, die Bundeswehr sei eine reine Verteidigungsarmee, in den Dienst getreten.

Diese neue Kampagne der Bundeswehr wird auch wie die vorhergehende durch eine breite, multimediale Offensive, vor allem auch in den sozialen Medien, vorangetrieben. Insbesondere die Tatsache, dass Minderjährige die Zielgruppe der Kampagne sind, ist unverantwortlich.

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1 Kommentar zu "Bundeswehr sucht wieder Rekruten mit einer neuen Plakatkampagne"

  1. Falls die Nato beschließt, ein kleiner Krieg gegen Russland könnte dienlich sein, werden neue Soldaten gebraucht. Die noch nicht so lange hier Lebenden könnten evtl. auch ganz nützlich sein, falls der Großen Vorsitzenden ein Krieg gegen das ungehorsame Volk sinnvoll erscheint. Wir leben schließlich nicht in einer Demokratie.

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