+++ Entsetzen: Neue (?) CDU-Landwirtschaftsministerin will Pestizide im Ökolandbau erlauben +++

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Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner wird derzeit als neue Landwirtschaftsministerin gehandelt. Wie sie der Leipziger Volkszeitung gesagt haben soll, will Klöckner künftig auch den Einsatz von Pestiziden im Ökolandbau erlauben. Der Pressesprecher der CDU Rheinland-Pfalz bestätigte Klöckners Aussage.

Klöckner ist der Meinung, Biobauern in nassen Jahren damit helfen zu können, in dem sie Pestizide auf ökologisch bewirtschafteten Feldern einsetzen dürfen. Dabei rechtfertigte sie sich, dass sie Ökolandbau und konventionelle Landwirtschaft nicht gegeneinander ausspielen wolle. Doch um ihre Ernte zu sichern, sei es notwendig, Ökobauern in Monaten mit schlechter Witterung den Einsatz von Pestiziden zu erlauben.

Ernteausfälle würden viele Ökobauern um ihre Existenz bringen und viele halte es davon ab, überhaupt Ökolandbau zu betreiben. Der Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden ist aber das Grundprinzip des Ökolandbaus. Die Vertreter von Bioland, dem größten Ökolandbauverband Deutschlands waren über diese Aussage höchst verwundert. Das gehe gar nicht. Man dürfe die Grundprinzipien des Ökolandbaus, die auf Verzicht von Pflanzengiften basieren, nicht aushebeln. Außerdem könne Deutschland in diesem Punkt keinen Alleingang machen. Schließlich gelte in ganz Europa die Ökoverordnung.

Die Biobauern dagegen würden mehr Unterstützung durch Gelder, um die Forschung des Pflanzenschutzes durch Ökolandbau voranzutreiben, begrüßen. Denn in Deutschland würden inzwischen nahezu 10% aller Flächen ökologisch bebaut. Dagegen stünden aber nur 1,6% aller Agrar-Forschungsgelder für den Biolandbau zur Verfügung. Auch Biobauern müssten ihre Pflanzen vor Insekten und Unkräutern schützen. Dafür sei weitere Forschung und finanzielle Mittel notwendig. Klöckners Angebot erteilten die Biobauern eine klare Absage.

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