Da ist er wieder: Martin Schulz will „emotionales Bekenntnis“ der EU zu Großbritannien

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Die EU soll sich bekennen. Zu Großbritannien. Zum Verbleib der Briten in der EU, so Martin Schulz gegenüber der „Rheinischen Post“. Wir sollten sagen, fährt der frühere EU-Parlamentspräsident fort, „was wir uns wünschen“. Eine Aussage, mit der der einfache Bundestagsabgeordnete seine Leser und Zuhörer teils überraschte. Die einen fühlen sich in Deutschland oder der EU „gegängelt“, weil sie gerade nicht sagen dürften, was sie sich wünschen. Die anderen wollen teils gar nicht sagen, was sie sich von der EU wünschen. Weil all diejenigen, die gegen eine Zwangsgemeinschaft EU votieren oder argumentieren, als „rechts“ oder wahlweise „linksextremistisch“ gelten. Viele derjenigen, die sich keine EU wünschten, machen beispielsweise darauf aufmerksam, dass sie lediglich kleinere Verwaltungseinheiten wollten. Mitsprache auf Basis-Niveau. Unabhängig davon, wer in diesen Grenzen lebt. Das nennt sich typischerweise dann nicht „völkisch“. Deshalb: „Was wir uns wünschen“ lassen wir an dieser Stelle durchgehen, drehen es jedoch inhaltlich um: Was der Herr Schulz sich wünscht.

Der Herr Schulz wünscht sich die Briten „in unserer Runde“

Der überzeugte Europäer, so stellt sich Herr Schulz gerne dar, wünscht sich die Briten „in unserer Runde“. Selbst dann, wenn „die Dinge schwierig gelaufen sind“. Möglicherweise könne ein solcher Appell noch „etwas bewegen“. Die proeuropäischen Kräfte – da sind sie wieder – würden noch einmal gestärkt. Allerdings sei die Chance gering – am Dienstag bei der Abstimmung. Die „proeuropäischen Kräfte“ wiederum sind eine Eigenheit der EU-Politiker, die diesen Begriff mit ihresgleichen vereinbaren wollen. Es gibt auch proeuropäische Kräfte, die nur keine EU-Zentralmacht akzeptieren wollen, sondern eine schwächere Konföderation anstreben.

Offen ist, ob auch die sich dahingehend äußern sollen, was sie sich wünschen. Wohl eher nicht. Herr Schulz möchte ein Zeichen zugunsten der EU setzen. Bleibt am Ende die Frage, ob die EU sich damit keine Feinde in Großbritannien machte.

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