+++ Das Märchen der Merkel-Regierung vom Fachkräftemangel +++

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Fachkräftemangel

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Bundesregierung und Arbeitgeber malen seit Jahren ein düsteres Bild über den deutschen Arbeitsmarkt. Es mangle an Fachkräften in Deutschland, daher müsse man ausländische Fachkräfte anwerben. Dabei würden die Arbeitslosenzahlen stetig sinken und die Zahl der offenen Stellen würde steigen. Doch stimmen die Zahlen der Bundesregierung?

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer berichtete vergangene Woche, Unternehmen suchten „händeringend“ nach Fachkräften. Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer machte „Meinung“ zu diesem Thema. Der Mitte März veröffentlichte Arbeitsmarktreport trug den Titel „Fachkräfte gesucht wie nie! Für 60 % der Betriebe sei Fachkräftemangel das Geschäftsrisiko Nummer eins. So viele freie Stellen könnten laut DIHK längerfristig nicht besetzt werden.

Zu diesem Schluss kam die DIHK durch eine Befragung von 24.000 Unternehmen. Das Ergebnis des Fragebogens für die Unternehmen stimmt allerdings nicht mit der Pressemitteilung der DIHK überein. Demnach können 1,6 Millionen Stellen nicht mit Fachkräften besetzt werden. Wie die DIHK auf diese Zahl kommt, ist allerdings nicht belegt. Zudem sollen nur 48% der Unternehmen die Frage, ob sie offene Stellen länger als zwei Monate nicht besetzen konnten, mit Ja beantwortet haben. Also keine 60%.

Außerdem konnten die Unternehmen die Anzahl der offenen Stellen, die nicht besetzt werden konnten, nirgends angeben. In dem Fragebogen wurde nicht nach der Zahl der offenen Stellen gefragt, die nicht besetzt werden konnten. Die Unternehmen, die also mit ein bis zwei offenen Stellen geantwortet hätten, sind nirgends aufgetaucht. In diesem Fall hätte man nicht von einem Fachkräftemangel sprechen können. Außerdem ist es üblich, dass die Stellenbesetzung länger als zwei Monate dauert.

Die Untersuchung ist von vornerein irreführend und nicht aussagekräftig. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) machte 2017 eine Stellenerhebung von 1.184.000 offenen Stellen, von denen später aber nur 200.000 zu besetzen waren. 20% dieser offenen Stellen erforderten keinen Berufsabschluss. Übrig bleiben 160.000 Stellen und nicht 1,6 Millionen Fachkraftstellen, wie von der DIHK behauptet. Die Hälfte dieser Stellen soll nicht einmal bei der Arbeitsagentur gemeldet sein.

Dem angeblichen Mangel an Fachkräften steht aber ein sehr großes Überangebot von Arbeitskräften gegenüber. Offiziell spricht die Arbeitsagentur von 2,64 Millionen Arbeitslosen. Dass diese Zahlen geschönt sind, ist mittlerweile bekannt. Die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen dürfte sich eher um die 8 Millionen bewegen. Beleuchtet man den Niedriglohnsektor, findet man laut Niedriglohnreport 63% der Beschäftigten, die eine Berufsausbildung und sogar 11%, die einen Hochschulabschluss haben.

Würde tatsächlich ein Fachkräftemangel herrschen, könnten sich mehr als 5 Millionen dieser Niedriglohnbeschäftigten vor besser bezahlten Jobangeboten kaum retten. Zudem ist das benannte Problem von Arbeitgebern zumeist hausgemacht. Das Problem der Stellenbesetzungen besteht überwiegend bei Zeitarbeitsunternehmen, im Gesundheitswesen, im Straßengüterverkehr und in der Gastronomie. Diese Stellen erfordern zwar meist eine berufliche Ausbildung, jedoch keine Hochqualifizierung. Das zweitgrößte Problem ist die hohe Fluktuation von Arbeitnehmern.

Es wird klar: Branchen mit niedrigen Löhnen haben Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu bekommen. Und wer schlecht bezahlt wird, bleibt nicht lange. Wenn diese Branchen wieder besser bezahlten, wäre das Problem der Stellenbesetzung geringer. Außerdem müssen Unternehmen wieder auf den Trichter kommen, dass es sich eventuell doch lohnen könnte, über 50-Jährige einzustellen.

Anstatt zu handeln, wenden sich die Arbeitgeber an den Staat und stellen Forderungen, die zu keinen Lösungen führen. Die Bundesregierung solle die berufliche Bildung stärken. Grundsätzlich stimmt es, dass die Bildung in Deutschland hinterherhinkt. Die Bundesregierung gibt wesentlich weniger für Bildung aus, als andere Länder. Doch auch das ist eine Rechnung, die nicht aufgeht. Denn mit steigender Bildung entstehen nicht mehr Arbeitsplätze.

Watergate Redaktion 6.4.2018

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