+++ Das neue Cyberwettrüsten – Digitalisierung und künstliche Intelligenz gefährden Sicherheit +++

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Die Welt wird immer mehr digitalisiert. Ohne Computer und Internet läuft so gut wie nichts mehr. Neue Technologien und computerbasierte Programme steuern unsere Welt vollautomatisch. Hackerangriffe durch Geheimdienste sind an der Tagesordnung. Ein regelrechtes Cyberwettrüsten hat begonnen. Konflikte zwischen Staaten werden inzwischen im Netz ausgetragen und Cyberspionage untereinander ist längst an der Tagesordnung.

Die neuen Cyberwaffen sind aber nicht nur gegen andere Staaten gerichtet, sondern auch gegen die eigenen Bürger. Staatstrojaner sind nur ein Mittel, um sich unbemerkt auf Computern und Handys von jedermann einzuhacken. Datenschutz ist durch neue Überwachungsgesetze nur noch eine leere Worthülse. Das Bank- oder Telekommunikationsgeheimnis gibt es de facto nicht mehr. Trotzdem behaupten Staaten und Regierungen, ihre Zivilbevölkerung vor Cyberattacken ausländischer Staaten schützen zu wollen. Ein wirksamer Schutz ist de facto nicht möglich, haben doch Regierungen Software dafür entwickelt, um sich bei der eigenen Bevölkerung jederzeit einhacken zu können.

Unsere alltäglich genutzte Infrastruktur ist durch digitale, datengestützte Vernetzung geprägt. Durch Cyberangriffe ist sie permanent bedroht. Zuletzt im Mai hatte ein Cybergriff mittels einer Erpressungssoftware Hunderttausende Rechner weltweit lahmgelegt. In über 150 Ländern zeigte sich, welchen Schaden Cyberangriffe anrichten können.

Die Hacker Software „Wanna Cry“ legte Krankenhäuser, Banken und Gesundheitsbehörden lahm. Software Konzerne wie Microsoft sehen sich in der Verantwortung, Programme gegen Cyberattacken zu entwickeln. Staaten investieren immer mehr Geld in Cyberwaffen und Abwehrsoftware. Letztlich wird der Kampf dagegen ein endloser sein. Denn auch die Hackersoftware wird im gleichen Maße weiterentwickelt. Die Menschheit hat sich von künstlicher Intelligenz abhängig gemacht. Dies ist eine gefährliche Entwicklung.

Watergate Redaktion 10.11.2017

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