Das passt zu den Freibadschließungen: Mehr als 15 % können nicht in den Urlaub fahren

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Merkel-Deutschland wird ärmer. Nicht die Kanzlerin, sondern diejenigen, die sich ihr anvertraut haben. Ihre Wählerinnen und Wähler. Die Statistik-Behörde Eurostat hat nun erneut Daten publiziert, die erschreckend sind. Derzeit können sich viele Menschen in Deutschland im Sommer noch nicht einmal mehr leisten, in den Urlaub zu fahren. Oder sagen wir genauer, einmal jährlich die Zeit in einer anderen Umgebung als zu Hause zu verleben. Also nicht einmal die kleinste Reise in ein anderes Bundesland o.dgl. sei möglich.

Schlimme Aussichten

Wer sich eine Woche lang nicht leisten kann, seine Zeit woanders zu verbringen, ist nach herrschender Wahrnehmung in Deutschland deutlich benachteiligt. Alleinstehende Menschen sind davon besonders häufig betroffen. Hier waren es fast 25 %, die sich nicht den Aufenthalt an einem anderen Ort leisten können. Wer nicht nur allein steht, sondern allein zieht, hat es noch schwerer. Hier sind 32,6 % von dieser Form der Armut betroffen. Unglaublich eigentlich, meinen die Kritiker. So jedenfalls hat es bezogen auf die Fakten die Fraktion der „Linken“ im Deutschen Bundestag herausgearbeitet.

Nun ist die Urlaubsreise kein Menschenrecht. Aber wer nicht fahren kann, wird selbstredend isoliert(er). Zudem sind Kinder betroffen, denen a) ein Gleichstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Kindern fehlt und b) der Eindruck von außen, den jede Reise mit sich bringt.

Schlimmer allerdings ist der Umstand, dass alle rationalen Erklärungen hier nicht helfen: Der Staat könne ja keine Urlaubsreisen finanzieren. Er will aber offenbar lieber Geld sparen. 175 Bäder wurden im vergangenen Jahr geschlossen. Davon waren 62 Freibäder. Mehr als 20 % der Grundschulen lehren kein „Schwimmen“ mehr und annähernd 50 % aller Kinder sind bei beim Wechsel an die höhere Schule noch nicht einmal „sichere Schwimmer, so Sahra Wagenknecht dazu.

Wir meinen: Recht hat sie. Diese Ungleichverteilung ist langsam aber sicher das Ende dieser solidarischen Gesellschaft.

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1 Kommentar zu "Das passt zu den Freibadschließungen: Mehr als 15 % können nicht in den Urlaub fahren"

  1. Franz Josef Kostinek | 22. Juli 2018 um 6:28 | Antworten

    In Urlaub fahren ist schön, aber nicht notwendig. Gerade da hin wo Menschen leben die das Wort Urlaub nicht kennen. Wieder zu Hause erzählt man dann wie einfach diese Menschen gelebt haben. Aber selbst das nach zu machen wird nicht einmal versucht. Und dabei ist es richtig interessant was man dabei lernt.

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