Der bayrische Landtag kann nach dem Wahlsonntag aus allen Nähten platzen… immer mehr Abgeordnete…

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Das Wahlrecht in Deutschland erlaubt es den großen Parteien (vor allem denen), zahlreiche Abgeordnete und Mitarbeiter unterzubringen, für die es ansonsten offenbar schwierig würde. Die Bayern könnten statt aktuell 180 Mandaten nach einem Bericht, der auf „Tichys Einblick“ veröffentlicht worden ist, auf bis zu mehr als 220 Sitze kommen. Grund dafür sind auch hier wie im Bund Überhangmandate, die vergeben werden, wenn eine Partei mehr Wahlkreise gewinnt, als sie über die Landesliste unterbringen kann. Dann werden die zu viel erworbenen Mandate dennoch mit einem Sitz belohnt. Die anderen Parteien erhalten dann einfach entsprechend ihrer Anteile zum Ausgleich ebenfalls noch Mandate.

CSU: Wenn fast alle Kreise gewonnen werden

Das besondere Problem dabei ist aktuell die CSU. Die bayrische Regierungspartei könnte alle oder annähernd alle Kreise gewinnen. Sie ist besonders stark, so die Beobachter und schreiben der Seehofer-Partei die Chance zu, überall vorne zu sein. Die Anteile über die Liste sind bei weitem nicht so gut einer Partei zuzuordnen.

Plausibel ist daher die Gesamtrechnung, die im „Tichys Einblick“ abgegeben wird. Dort wird auch erklärt, wie die Stimmenverteilung in Bayern – undemokratisch – verläuft. Die Stimmen der Parteien, die sich nicht für den Landtag qualifizieren (weil sie an der 5%-Hürde scheitern), werden den anderen Parteien einfach zugeschlagen.

Das bedeutete 2013, dass die CSU lediglich 47,7 % der Stimmen bekam, aber durch die Zurechnung der sonstigen Stimmen auf 55,5 % „mandatswirksame“ Stimmen kam. Tatsächlich erhielt die Partei 89 Mandate aus den Stimmkreisen. Zugeteilte sonstige Mandate beliefen sich auf 12, sodass die Partei insgesamt auf 101 Mandate kam.

Daraus können 2018 werden: Bei 39 % Stimmenanteil etwa 70 Mandate aus den „Mindestmandaten“. Zudem 20 Überhangmandate durch die Wahlkreise. Dies wiederum erhöht dann die Zahl der Ausgleichsmandate um 31 weitere Sitze, sodass es 231 Abgeordnete gäbe. Das wird teuer. Hier für die Bayern.

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