Der Kampf gegen den Plastikmüll im Ozean hat begonnen

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Ocean Cleanup

Am Samstag startete das lang erwartete Ocean-Cleanup Projekt. Das „System 001“ zur Meeressäuberung wurde vom Ocean Cleanup Schiff der Reederei Maersk in den Pazifik gezogen. Vorbei an der Skyline von San Francisco und unter der Golden-Gate-Bridge hindurch wurde die Ocean Cleanup von zahlreichen Booten begleiten. Das „System 001“ soll den Anfang machen, den pazifischen Ozean von dem riesigen Plastikmüllstrudel zu befreien. Schätzungen zufolge soll es allein fünf Jahre dauern, um nur die Hälfte des Plastikmülls zu entsorgen. So groß ist der Müllstrudel.

In den Weltmeeren gibt es insgesamt fünf solcher Plastikmüllstrudel. Der im Pazifik ist allerdings der größte. Das Projekt des jungen Niederländers Boyan Slat hat bereits viele Vorschusslorbeeren erhalten. Nun wird sich zeigen, ob das „System 001“ auch in der rauhen und stürmischen See standhalten kann. Das System ist so ausgerichtet, dass Plastikmüll darin wie in einem großen Netz aufgefangen wird. Durch die Meeresströmung sollen Meeresbewohner darunter hindurchschwimmen können, ohne sich darin zu verfangen. Ist das „System“ voll, kommt ein Schiff und bringt den Plastikmüll an Land.

Der Chef des UN-Weltprogramms, Erik Solheim schätzte, dass es bis 2050 mehr Müll als Fische in den Weltmeeren geben könnte. Nicht nur für die Meeresbewohner und Vögel ist der Plastik im Ozean gefährlich. Auch für Menschen wird Plastik zur Gefahr. Denn der Plastik zerfällt mit der Zeit in Mikropartikel. Über die Nahrungsmittelkette und die Trinkwasserversorgung gelangt Mikroplastik auch in unseren Körper. Daher ist es wichtig, dass der Müll in den Ozeanen entfernt wird, bevor er in Mikro-Teile zerfällt.

Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen. Mit einem System alleine wird Boyan Slat dieser Müllflut kaum Herr werden. Denn täglich gelangen weitere Millionen Tonnen Müll in die Weltmeere. Die zehn größten Flüsse der Erde sind zu 95 % für die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll verantwortlich. Die mit Abstand größten Verschmutzer sind China und Indien sowie einige Länder Mittelamerikas. Deshalb will der Niederländer in den kommenden Jahren weitere Systeme im Pazifik aussetzen.

Bis 2020 wollen Boyan Slat und sein Team 60 weitere „Meeresstaubsauger“ im Ozean installiert haben. Slat ist nicht der Einzige, der nach einer Lösung für das Müllproblem gesucht hat. Doch sein Projekt ist am vielversprechendsten. Denn die bisherigen Lösungsansätze hätten nicht im Entferntesten so viel Müll einsammeln können, wie das Ocean Cleanup Projekt. Seit Beginn des Projektes konnte Slat 50 Millionen Euro allein aus Spenden sammeln. Um das Projekt nach seinen Vorstellungen umzusetzen, braucht Slat allerdings 300 Millionen Euro. Deshalb wird weiter eifrig für das Projekt geworben.

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1 Kommentar zu "Der Kampf gegen den Plastikmüll im Ozean hat begonnen"

  1. Die meisten Plastik-Artikel sind bereits zerkleinert bis hin zu Kleinstpartikeln.
    https://www.dzig.de/search/node/plastik

    Regenwald-Pilz ernährt sich von Plastik Plastik für den Kompost – eine Idee mit Zukunft

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