Der Pflegemarkt: Widerlich – Großinvestor verkauft Heim einfach nach einem Jahr wieder

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Der Markt für die Pflege boomt in Deutschland und wird in den kommenden Jahren noch viel stärker wachsen. Das jedenfalls legt die Bevölkerungsentwicklung nahe. Nun zeigt sich die hässliche Fratze des „Marktes“. In Hamburg verkauft ein absoluter Großinvestor nun nach weniger als einem Jahr Eigentum die Anteile an einem Heim-Betreiber gleich wieder. Es geht um 13 Heime und dabei mehr als 2.600 „stationäre Pflegeplätze“.

Immer mehr ausländische Kapitalgeber

Dabei ist der Investor, der US-Kapitalanleger „Oaktree“, nicht der einzige Großanleger. Immer mehr Pflegeheime oder -dienste sowie Praxen und Rehakliniken gehen an ausländische Investoren. Dies sind dann in der Regel „Fondsgesellschaften“, die sich die Verdienstmöglichkeiten am deutschen Markt kaufen.

Das Muster ist dasselbe wie an anderen Märkten auch. Es wird gekauft, dann werden Kosten gesenkt, Einnahmemöglichkeiten einzelner Bereich gestärkt oder erhöht, um schließlich das Unternehmen entweder zu filetieren und die bestmöglichen Stücke zu verkaufen. Oder um das ganze Unternehmen mit guten Kennzahlen, aber weniger guter Substanz wieder abzustoßen.

Oaktree nun möchte ganz nach diesem Verfahren jetzt einen kleineren Anteil verkaufen – an die Deutsche Wohnen. Dieses Unternehmen ist nach Angaben der „jungewelt“ wiederum derzeit sehr engagiert, wenn es darum geht, den Mietspiegel in Berlin vor dem Landes-Verfassungsgericht einzukassieren. Folge eines positiven Urteils wäre dementsprechend, dass die Mieten massiv nach oben klettern.

Ähnliche Profitmaximierung dürfte auch das Ziel in Hamburg sein. Der Pflegebereich geht von einem kurzfristig optimierenden Unternehmen zum nächsten über. Deutschland im Jahr 2018.

Hier wird der neue Gesundheitsminister Spahn wohl nicht ansetzen, wenn es um eine Verbesserung der Situation an den Pflegemärkten in Deutschland geht. Er sucht derzeit noch verzweifelt nach ausländischen Pflegekräften – wohl günstiger -, die bislang nicht in hinreichender Anzahl nach Deutschland durchgelassen werden, heißt es. Der Pflegemarkt wird nicht attraktiver – aber auf diese Weise sicher kein Vergnügen für die „Kunden“.

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