Deutsches Rotes Kreuz: Deutschland ist für Extremfälle nicht ausreichend gewappnet

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Das Deutsche Rote Kreuz möchte „keine Schreckensszenarien entwerfen“, warnte aber am Montag deutlich: Deutschland sei für Extremfälle (wie Terroranschläge, Epidemien oder Naturkatastrophen) bislang nicht hinreichend vorbereitet. Das teilte die Präsidentin der Hilfsorganisation, Gerda Hasselfeldt, der „Augsburger Allgemeinen“ nun mit und stellte zugleich ihr Rettungsprogramm vor. Beobachter fragen sich derweil, ob die Mahnung des DRK schon die Vorbereitung auf eben jenes Schreckensszenario sei oder ob das DRK einfach mehr Spenden akquirieren möchte.

Notmaterialen für 50.000 Menschen

Das DRK möchte daher „im Auftrag des Bundes“(!) insgesamt zehn Materiallager in ganz Deutschland schaffen. Diese sollen Hilfsmaterialien wie Zelte, wie Feldbetten, aber auch Bekleidung, Nahrungsmittel und Medikamente aufnehmen, mit denen 50.000 Menschen versorgt werden können, kündigte die frühere CSU-Landesgruppenchefin im Deutschen Bundestag an. Dies würde etwa 100 Millionen Euro kosten.

Hasselfeldt verwies darauf, es gäbe noch Bestände aus der Zeit nach dem Kalten Krieg, als es ähnliche Materiallager in Deutschland gegeben hat. Diese sind zum Teil nicht mehr existent, während andere noch immer verfügbar seien. „Aber eben nicht alle und nicht genug“, so die Präsidentin des DRK. Zudem würde es inzwischen neue Risiken geben, die Stromversorgung könne durch einen Cyberangriff etwa unterbrochen werden, Krankenhäuser könnte auf ähnliche Weise lahmgelegt werden.

Die Aussagen sind in dem Sinne bemerkenswert, als die Zahl von 50.000 Menschen relativ gering erscheint. Wer in welchen Fällen noch Hilfsmittel erhielte, wurde nicht bekannt. Offenbar ist jedoch die Stimmung im Land und auch bei den Hilfsorganisationen inzwischen wieder deutlich düsterer als noch nach dem „Ende des kalten Krieges“, das in diesem Zusammenhang zitiert worden war.

Diese Programme passen nach Meinung von Beobachtern dazu, dass die Regierung erst im vergangenen Jahr dazu angemahnt hatte, Bevorratungen anzulegen. Brisant, meint die Redaktion.

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1 Kommentar zu "Deutsches Rotes Kreuz: Deutschland ist für Extremfälle nicht ausreichend gewappnet"

  1. Gabriel van Helsing | 2. Juli 2018 um 17:41 | Antworten

    Diese „Materiallager“ gibt es bereits. Eingerichtet vom DRK, bezahlt vom Bund und den Ländern. Natürlich nicht für 50.000 Personen, aber für bis zu 1.000 Personen ist doch auch für den Anfang eine Hausnummer. Das ganze Mal hochgerechnet für 16 Bundesländer und als Sahnehaube kommt der Bund dazu. Was steuert denn das DRK oder das BRK dazu bei? Es würde mich nicht wundern, wenn immer noch Millionen von Euro, als Spende für die Tsunamikatastrophe irgendwo auf einen Konto schlummern.
    Von den Zinsen und den Zinseszinsen dieser Spendengelder wurde ein schönes Hauptquartier in Berlin gebaut. Aber will das der Spender wissen? Ebenso das die Werber, nichts anderes sind, wie die Drückerkolonnen der Zeitungsabonnenten.
    Das Fass brachte ein Fall bei uns in der Gegend, da liefen die Werber herum in Klamotten wie beim Rettungsdienst. Und erzählten den älteren Leute etwas von Anschaffung eines neuen Rettungswagen. Der Witz war nur, ein RTW und das Personal wird aus der Kasse von Kreise, Städte und Krankenkassen bezahlt.
    Nebenbei, besagte Hilfsorganisation ist gar nicht im Rettungsdienst eingebunden.

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