+++ Die Bankenpläne der EU – Was auf deutsche Sparer zukommt +++

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Bankenunion

(Watergate Redaktion 17.4.2018) Experten warnen immer wieder eindringlich vor den Plänen der EU zur Bankenunion. Doch was genau sind die Inhalte dieser Pläne und was bedeuten Sie für den Einzelnen? Für die europäischen Banken soll es neue Richtlinien, die sogenannte Bankenunion geben. Das Gefährliche daran: Bei einem Bankencrash haften die deutschen Sparer mit ihren Vermögen. Diese Enteignung ist wesentlich wahrscheinlicher, als sich die meisten vorstellen können.

Für den Fall einer Bankenpleite könnte die Bankenaufsicht einen Auszahlungsstopp erlassen. Der Kunde kommt als nicht mehr an sein Geld heran. So soll verhindert werden, dass die Sparer einen Run auf ihre Spareinlagen starten und das Geldinstitut vollends zusammenbricht. Zudem sollen die Konten der betroffenen Kunden vorerst eingefroren werden. Während des Auszahlungsstopps will man versuchen, die Pleite-Bank zu retten oder dieses Institut an eine andere Bank zu verkaufen.

Derzeit gibt es für Privatbanken eine Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Diese sind für die Einlagensicherung von Privatpersonen, Personengesellschaften und die kleinen Kapitalgesellschaften bis zu 100.000 Euro zuständig. Jedoch ist diese Entschädigungseinrichtung nicht für schwere Bankenkrisen ausgerüstet. Ob die Einlagen im Falle eines schweren Finanzcrashs dann noch gesichert sind, ist zu bezweifeln.

Viele private Banken haben eine freiwillige Einlagensicherung im Bundesverband deutscher Banken. Dadurch sind bislang die Spareinlagen bis 20% des Eigenkapitals einer Bank abgedeckt. Jedoch soll diese Grenze bis 2025 auf 8,75% gesenkt werden, schreibt der Focus.

Es gibt eine klare Reihenfolge, wer bei einer Bankenpleite zuerst seine Ersparnisse und Einlagen verliert: Aktionäre, Gläubiger und Sparer mit mehr als 100.000 Euro Einlage. Reichen die Sicherungssysteme nicht aus, verlieren auch die Sparer mit hohen Guthaben ihr Kapital.

Die EU überlegt derzeit, eine Europäische Einlagensicherung (EDIS) einzuführen. Die EDIS soll wie der ESM Rettungsschirm, der die Staatsschulden der Krisenländer vergemeinschaftet, das gleiche für die Bankeinlagen tun. Alle Spareinlagen der deutschen Banken, Sparkassen und Raiffeisenbanken würden mit europäischen Banken, und auch allen Risikobanken, in einen Topf geworfen. Geht eine Risikobank pleite, sollen deren Kunden über die EDIS entschädigt werden. Das Geld für die Entschädigungen kommt dann entweder von soliden Banken oder, was wahrscheinlicher ist, von den Sparern.

Besonders dramatisch wäre eine Staatspleite eines südeuropäischen Schuldenstaates in der Eurozone. Denn zunächst hätten die ortansässigen Banken den Staatsausfall finanziell zu stemmen, weil sie im Wesentlichen dessen Anleihen halten. Wahrscheinlich ist, dass diese Banken eine Staatspleite nicht auffangen könnten und alle anderen Euro-Länder durch die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung dafür haften, besser gesagt bezahlen müssten.

Die Deutsche Bundesbank hat vor den EDIS Plänen eindringlich gewarnt. Solide deutsche Banken und schlussendlich die Sparer müssten für Staatsschulden anderer Länder bezahlen.

 

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