+++ Die Cholesterinlüge und warum die Angst davor übertrieben ist +++

Cholesterin

Zu Ostern wird regelmäßig davor gewarnt, nicht so viele Hühnereier zu essen. Denn im Eigelb des Hühnereis stecke ein Stoff, der dem Menschen schade: Das Cholesterin. Cholesterin soll hauptsächlich für Arterienverkalkung verantwortlich sein. Doch ist Cholesterin wirklich so schädlich, wie behauptet? Oder schaden ein paar Ostereier mehr als gewöhnlich doch nicht?

Ein durchschnittliches Hühnerei enthält ca. 250 Milligramm Cholesterin. Das hört sich auf den ersten Blick sehr viel an. Die Sorge vor Hühnereiern als Cholesterinbomben ist aber unbegründet, sagt Nicolai Worm, Professor an der Hochschule für Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. Langzeitstudien in China und in den USA hätten gezeigt, dass cholesterinreiche Lebensmittel kaum Einfluss auf die tatsächlichen Cholesterinwerte im Blut hätten. Deshalb könnten diese Lebensmittel Herzkranz- und andere Blutgefäße nicht schädigen, wie behauptet.

Für die Produktion von Vitamin D und Gallenflüssigkeit benötigt der Körper Cholesterin. Zudem ist Cholesterin ein Baustoff für gesunde Zellen und starke Nerven. Der Körper ist ganz selbst in der Lage, Cholesterin zu produzieren. Er benötigt keine Zufuhr von außen durch Lebensmittel. Gelangt mehr Cholesterin in den Darm, als der Körper benötigt, wird das überflüssige Cholesterin einfach wieder ausgeschieden. Dieser vom Körper ausgeklügelte Mechanismus funktioniert bei einer gesunden Ernährung mit viel Gemüse, Salaten, Obst und Vollwertlebensmitteln optimal.

Daher kann der Körper an Ostern auch mal mehrere Hühnereier täglich gut verkraften, wenn man sich ansonsten ausgewogen und gesund ernährt. Menschen, die bereits unter Gefäßerkrankungen oder Diabetes leiden, sollten dennoch vorsichtig beim Konsum von cholesterinhaltigen Lebensmitteln sein. Denn ein kranker Körper kann die körpereigene Cholesterinproduktion nicht mehr so gut ausbalancieren. Daher kann der Cholesterinspiegel im Blut erhöht sein und so langfristig Herz und Gefäße schädigen.

Watergate Redaktion 6.4.2018

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