Die große Krise – und Sie lesen dazu wenig…..

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Die Diskussion über eine mögliche Konjunkturkrise in Deutschland ist wie abgestorben. Fast niemand berichtet darüber, fast nirgends ist davon zu lesen, dass Sie hier kaum noch mit einem nahenden Wachstum rechnen können. Die „schwarze“ Null der Haushaltspolitiker soll bald aufgegeben werden, heißt es. Allerdings geht es lediglich um die Investitionen in den Klimaschutz. Dafür möchte der Staat Geld aufnehmen, ließ Finanzminister Olaf Scholz von der SPD indirekt wissen. Die tatsächliche Situation ist weitaus brisanter.

Dies deckte kürzlich der Staatssekretär unter Oskar Lafontaine, Heiner Flassbeck, auf. Es wird nichts besser, es wird getrickst und getäuscht. Wir haben uns diese Tricks bereits angesehen und veröffentlichen die Vorgehensweise für Sie erneut…

Im Mittelpunkt steht der Vergleich zu den Zahlen des vergangenen Jahres. Die Fraktion der „Linken“ im Deutschen Bundestag hatte angefragt: „Angesichts des im Vergleich zum Produzierenden Gewerbe mehr als doppelt so großen Gewichts der Dienstleistungen an der Bruttowertschöpfung wurde im vierten Quartal 2018 die rückläufige Entwicklung im Produzierenden Gewerbe durch das Wachstum im Dienstleistungsbereich ausgeglichen“.

Heiner Flassbeck antwortete auf „Makroskop“, der Trick sei offensichtlich. Das „Gewicht der Dienstleistungen in der Berechnung (sei)nicht bekannt.“ Somit ist fraglich wie die Regierung überhaupt solch eine präzise Antwort geben konnte. Die „Linke“ erhielt folgende Antwort, aus der wir bereits zitiert haben:

„(…) Da die Dienstleistungen insgesamt im Vergleich zum Produzierenden Gewerbe ein mehr als doppelt so großes Gewicht an der gesamten Bruttowertschöpfung haben, konnten die positiven Entwicklungen in diesem Bereich die rückläufige Entwicklung im Produzierenden Gewerbe überkompensieren. Dies führte zu einer geringfügigen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2018 (+0,02 Prozent), so dass eine technische Rezession ausblieb.“

Allerdings ging aus der Antwort der Regierung nicht hervor, woher sie die Zahlen habe, die sie am 15. Februar 2019 selbst publiziert hatte. Diese wiederum dürften aus gutem Grund geschätzt worden sein. So behauptete die Regierung, das Wachstum liege bei 0,02 %.

Das Ergebnis dieses Tricks: Auf diese Weise lässt sich per Definition die Rezession leugnen. Als Rezession gilt der Umstand, dass zwei Quartale in Folge ein negatives Wachstum vorweisen. Genau dies gab es hier nicht. Also hat die Regierung die Rezession weggeschätzt und weggetrickst.

Wir berichten darüber: hier.

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2 Kommentare zu "Die große Krise – und Sie lesen dazu wenig….."

  1. Gute Aufdeckung von Heiner Flassbeck. Auch ich habe es allmählich satt, dass vom SPD-Finanzminister getäuscht und getrickst wird, was das Zeug hält. Für wie dumm hält uns dieser Herr? Die Regierenden sollen ja nicht meinen, wir durchschauten sie nicht. Ich verbitte mir solch eine Schummelei, die uns ins Verderben führt. Wir haben solche Politiker nicht nötig, die wir noch dazu teuer bezahlen müssen und die sich wegducken, wenn sie das Volk beschützen sollen wie damals in Hamburg unter dem feinen Herrn Scholz. Solch einen Murks kriegen wir notfalls selber hin – und ich bin überzeugt, dass das Volk besser wirtschaftet, wenn es nicht dauernd gehemmt und belogen wird und ihm noch der letzte Cent abgedrückt wird für sinnlose Rundumschlage wie die Klimaschutz-Maßnahmen.

  2. Und so sieht der neue, aktuelle und zusätzliche Bargeldabschaffungs-Plan des IWF aus, wie die IWF-Ökonomen Ruchir Agarwal und Signe Krogstrup in ihrem Report „Cashing In: How to Make Negative Interest Rates Work“ verraten: https://incamas.blogspot.com/2019/05/der-neue-iwf-bargeldabschaffungs-plan.html

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