+++ Die Verteidigungsministerin rekrutiert immer mehr Minderjährige +++

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von der Leyen Kindersoldaten

Seit Abschaffung der Wehrpflicht rekrutiert die Bundeswehr immer mehr minderjährige Soldaten. Vergangenes Jahr sollen es bereits über 2100 Soldaten gewesen sein, die minderjährig sind. Die Zahl der minderjährigen Rekruten steigt jährlich weiter. Seit 2016 hat sich die Zahl der Minderjährigen verdreifacht.

Fraglich ist jedoch, warum so viele Minderjährige freiwillig zur Bundeswehr gehen? Seit der Bundeswehr die Freiwilligen ausgehen, gibt es eine neue Strategie zur Rekrutierung: Werbung. Mit einer ganzen Serie an Youtube Videos machte die Bundeswehr jetzt Werbung für gefährliche Auslandseinsätze. In Städten wurden riesige Werbeplakate aufgehängt, ganzseitige Anzeigen in Magazinen geschaltet.

Die Werbebotschaft lautet. „We want you“.  Damit wirbt die Bundeswehr für einen Bundeswehreinsatz im afrikanischen Mali. Weiter heißt es: „Bist du bereit für eine ECHTE Herausforderung? Folge unseren Kameradinnen und Kameraden in den Einsatz nach Mali und sei hautnah mit dabei!“ und „Wahre Stärke findest Du nicht zwischen zwei Hanteln“

Die Bundeswehr lässt sich die Werbekampagne einiges kosten. 6,5 Millionen Euro gab sie für die Nachwuchswerbung aus. Natürlich auf Kosten des Steuerzahlers. Prompt konnte die Bundeswehr 21 Prozent mehr Bewerbungen verbuchen.

Doch die eigentliche Empörung gilt in diesem Fall zwei anderen Faktoren: Die Verteidigungsministerin von der Leyen beschäftigt schlicht Kindersoldaten. Wie kann Deutschland Kindersoldaten beschäftigen und gleichzeitig mit den Vereinten Nationen gegen 250.000 Kindersoldaten kämpfen, die weltweit in Kriegen ihr Leben aufs Spiel setzen?

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter-Bartels (SPD) sagte schlicht, „es dürfe nicht die Regel werden, 17-jährige Rekruten einzustellen“, wohl wissend, dass ihm die Bundeswehrpersonalpolitik bestens geläufig ist.

Deutlich schärfer reagierte die Linkspartei im Bundestag und die evangelische Kirche auf die neusten Zahlenveröffentlichungen. Die Linken warfen von der Leyen vor, „offenbar keinerlei Skrupel“ bei der Personalgewinnung von Soldaten zu haben. Und solange Deutschland selbst Kindersoldaten rekrutiere, könne es andere Staaten nicht glaubwürdig kritisieren. Zudem seien Militärische Ausbildung und Bundeswehreinsätze „kein Abenteuerspiel“.Die evangelische Kirche nannte die Rekrutenzahlen erschreckend und sprach zu Recht von einer Doppelmoral der Verteidigungsministerin.

Die Linken im Bundestag haben jetzt einen Antrag gestellt, dass das Mindestalter für den Dienst in der Bundeswehr auf 18 Jahre festgesetzt werden muss. Sie forderten die Bundesregierung auf, einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen. Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes forderten sie die Bundeswehr auf, die Rekrutierung von Minderjährigen sofort zu beenden.

Wörtlich hieß es in dem Antrag der Linken: „Deutschland hat sich mit der Ratifizierung des Fakultativprotokolls zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten dazu bekannt, das Mindestalter für die Einziehung zum Militärdienst auf 18 Jahre festzulegen. Im Gegensatz zur Mehrheit der Vertragsstaaten nutzt Deutschland jedoch die Ausnahmemöglichkeiten des Fakultativprotokolls, um Jugendliche bereits ab dem vollendeten 17. Lebensjahr auf freiwilliger Basis zu rekrutieren“.

Damit gefährde die Bundesregierung ihr eigenes diplomatisches Bemühen, den Einsatz von minderjährigen Soldaten international zu ächten.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=tSo_g31ZlAE

Watergate Redaktion 10.1.2018

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