Die Welt versinkt im Plastik – Die Uno handelt dennoch nicht

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Bei der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi hat sich die Hoffnung von Umweltverbänden, der Plastikflut mit einem weltweiten Abkommen zu begegnen, vorerst zerschlagen. Der Versuch, Verhandlungen über verpflichtende Schritte zur Eindämmung des Plastikmülls zu beginnen, scheiterte. Deutschland, Norwegen und eine Reihe südostasiatischer Staaten machten sich dafür stark, dass die Vereinten Nationen ein völkerrechtlich verbindendes Abkommen verhandeln, das das Einleiten von Plastikmüll in die Weltmeere verbietet. Laut Verhandlungsteilnehmern soll der Start für solche Verhandlungen an der Blockade der USA gescheitert sein.

Die Nachrichten von riesigen Plastikmüllstrudeln in den Weltmeeren, von qualvoll verendenden Meerestieren und Stränden voller Plastikmüll haben endlich Wirkung gezeigt. Umfragen belegen, dass immer mehr Menschen Produkte einkaufen wollen, die nicht in Plastik verpackt sind. Denn jährlich gelangen rund 13 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane.

Bei der Konferenz hieß es, Deutschland wolle Druck machen gegen das globale Plastikproblem. Der deutsche Staatssekretär im Umweltministerium und Chef der deutschen Delegation, Jochen Flasbarth, in Nairobi sagte: „Wir geben die Verhandlung einer UN-Plastikkonvention nicht auf. Die Vermüllung der Meere durch Kunststoffabfälle und Mikroplastik ist weltumspannend. Daher brauchen wir eine globale Antwort darauf. Ich habe deshalb auf der Weltumweltkonferenz angekündigt, dass wir eine Freundesgruppe zu einem Treffen ambitionierter Staaten nach Berlin einladen werden, die sich weiter für eine Plastikkonvention einsetzen wollen“, sagte Flasbarth der Funke Mediengruppe.

Die gravierenden Folgen des Plastikmülls für Umwelt, Mensch und Tier sind inzwischen bekannt. Die 13 Millionen Tonnen Plastik, die jährlich in den Weltmeeren landen, verschwinden nicht im Laufe der Jahre. Plastik zerfällt mit der Zeit in mikroskopisch kleine Teile, die jahrzehntelang eine weitere Gefahr für viele Tiere darstellen, ehe sie sich am Ende als Mikroplastik auch im menschlichen Körper anreichern. Schätzungen zufolge sollen seit 1950 rund 150 Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere gelangt sein. Plastikmüll hat sich inzwischen auf der ganzen Welt verteilt. Es wurde in der Arktis gefunden, im 11.000 Kilometer tiefen Marianengraben und sogar im menschlichen Blut.

Es landet in den Mägen von Seevögeln, Meeresschildkröten, Delfinen, Walen und anderen Meerestieren. Bis sich eine Plastikflasche im Wasser auflöst, sollen rund 450 Jahre vergehen. 50 Jahre soll der Zerfall eines Styroporbechers dauern, Plastiktüten zerfallen in rund 20 Jahren. Dennoch wird Plastik nicht vollkommen abgebaut, sondern es zerfällt in mikroskopisch kleine Teile. Wie lange Plastik tatsächlich braucht, um zu zerfallen, kann jedoch nicht hundertprozentig vorhergesagt werden. Denn Plastik wird erst seit Ende des Zweiten Weltkrieges im größeren Stil hergestellt und benutzt.

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1 Kommentar zu "Die Welt versinkt im Plastik – Die Uno handelt dennoch nicht"

  1. Bei den Mengen kann etwas nicht stimmen. 13 Millionen Tonnen jährlich – und trotzdem erst 150 Tonnen seit 1950??

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