Diesel-Skandal könnte sich zum Abgas-Skandal ausweiten: Absprachen zwischen den Herstellern

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Die Dieselaffäre wird in den kommenden Wochen sehr spannend, meinen Beobachter. Die Absprachen zwischen Herstellern wie BMW, wie Audi, Porsche und VW sind nach einem Bericht des „Spiegel“ deutlich weiter gegangen, als dies bislang eingeräumt worden war. Die Unternehmen sollen nicht nur wegen der Dieselabgase miteinander gesprochen haben, sondern dies auch bei Benzinern vorangetrieben haben. Die Hersteller haben demnach ein – wohl kaufmännisches – Interesse daran, keine Partikelfilter in den Benzinmotoren zu verbauen, heißt es.

Besonders brisant ist der Umstand, dass die Absprachen vor allem dem Kampf gegen massivere Abgasrestriktionen, also schärfere Werte, gelten würden. Die EU-Wettbewerbskommission untersucht die jüngsten Vorwürfe bereits.

EU wird aktiv

Schon im vergangenen Jahr war die Krise eröffnet worden, dass die Autohersteller sich in verschiedenen Punkten wie etwa die Zulieferer-Konditionen und auch die Reinigung der Diesel-Abgase miteinander verständigt hätten. Dabei sollen sie kleinere Tanks vereinbart haben, die Stickoxide in die Elemente Wasser sowie Stickstoff aufspalten sollten. Damit liege unter Umständen ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht der EU vor, heißt es.

Schließlich hat das vermeintliche Kartell möglicherweise sogar versucht, „politisches Lobbying“ in der EU-Regierungsstadt Brüssel zu initiieren. Auch hierbei sei es um die Vermeidung oder Verschiebung schärferer Grenzwerte gegangen.

Achtung: Auszuschließen ist eine solche Koalition und geheime Absprache naturgemäß nicht. Es ist jedoch auffällig, dass die Politik erst jetzt aktiv wird. Und auch nur in der EU. In Deutschland hat der Verband der Automobilhersteller lange Zeit seine Lobbyarbeit über den ehemaligen Verkehrsminister Wissmann relativ geräuschlos getrieben und nach den ersten Verdachtsmomenten die Hände in Unschuld gewaschen. Liegt hier ein Schlüssel begraben? Das Lobbying in Deutschland jedenfalls scheint zumindest ebenso weit zu gehen wie innerhalb der EU.

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