dm-Gründer Götz Werner: Armut endlich abschaffen

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Götz Werner ist der Gründer der Drogeriekette dm und hat das Unternehmen selbst 35 Jahre lang erfolgreich geführt. Heute ist Götz Werner 74 Jahre alt und wirbt regelmäßig für die Einführung eines Grundeinkommens in Deutschland. Werner ist einer der größten Verfechter der Idee des Grundeinkommens, denn damit könnten Menschen zwar bescheiden, aber in Würde leben, so Werner. Das Grundeinkommen, davon ist Werner überzeugt, wird eines Tages so selbstverständlich sein, wie das Frauenwahlrecht, sagt er in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“.

Götz Werner setzt sich seit Jahren deshalb so vehement für die Idee ein, weil „die Gesellschaft so produktiv sei, wie niemals zuvor in unserer Geschichte“. Man könne immer mehr Menschen mit Gütern und Dienstleistungen versorgen, gleichzeitig müssten die Menschen immer weniger Arbeitskraft dafür aufwenden. Obwohl man in Deutschland wie im Schlaraffenland leben könnte, herrsche hier noch immer Armut, die sogar von Monat zu Monat steige, kritisiert Werner.

Vor allem Kinder und Rentner in Deutschland seien von Armut betroffen. Und deswegen komme die Diskussion um das Grundeinkommen immer wieder hoch. Götz Werner fordert, dass Arbeit und Grundversorgung voneinander entkoppelt werden müssen, sodass jeder Mensch menschenwürdig leben könne. Damit hätte jeder die Möglichkeit, mit seiner Arbeitskraft vom „Sollen zum Wollen“ zu gelangen, also zu Freiheit und Kreativität.

Die hohe Kinderarmut gibt Götz Werner besonders zu denken, deshalb sage ihm die Idee vom Kindergrundeinkommen als erste Stufe des bedingungslosen Grundeinkommens besonders zu. Schließlich seien Kinder unsere Zukunft. Sie sollen Dienstleistungen und Güter erzeugen, damit Rentner versorgt sind. Hartz-IV sei im Übrigen ein „menschenunwürdiges System“, das baldmöglichst abgeschafft werden sollte. Dadurch falle viel Bürokratie weg und der Weg sei frei für das Grundeinkommen.

Werner ist der Ansicht, dass das Grundeinkommen mit einer reinen Konsumbesteuerung finanziert werden könnte. Kinder sollen 500 Euro bekommen und später, im zweiten Schritt, Erwachsene 1000 Euro. Menschen würden nicht notwendig faul, meint der Unternehmer. Schon immer hätten Menschen dafür Geld bekommen, dass sie nichts machen würden. Man würde wegen 1.000 Euro also nicht automatisch zum Faulpelz. Hier würde eher der Sinn der Arbeit in Frage gestellt. Zudem wäre das Grundeinkommen für Frauen ohne Rentenansprüche eine sichere Einkommensquelle.

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4 Kommentare zu "dm-Gründer Götz Werner: Armut endlich abschaffen"

  1. ja das sind mir die richtigen Schwätzer….die Sorte ich sitze mit meinem riesen Vermögen rum und zahle keine Steuern und freue mich auf eine nicht vorhandene Erbschaftsteuer…..lasse mir von meinen Hausdiener das Essen bringen und erzähle von Zahlungen an jeden die der kleine Willi zahlen soll. perfekt so lieben wir es.

    man man man…warum nimmt der nicht sein Vermögen und verteilt es unter allen Bürgern..damit er gutes macht….aber nein…nur DUMM Schwätzen

  2. Christine Singh | 10. Oktober 2018 um 19:08 | Antworten

    Selbst wenn das Grundeinkommen von 1000 Euro monatlich eingeführt werden würde, so müsste die Mehrwertsteuer auf mindestens 25% steigen; wenn nicht sogar noch mehr. Und damit hätte ich mit dem Grundeinkommen weniger als heute mit Mini-Rente und aufstockender Grundsicherung, sondern müsste mich nach einer Zusatz-Geldquelle umsehen, was in meinem Alter (65 Jahre) sicher nicht ganz einfach wäre.

    Aber in einem Punkt muss ich Götz Werner Recht geben; Kinder aus prekären Verhältnissen müssten viel mehr Förderung erhalten. Ich denke hier an Sachspenden wie Musikinstrumente, Sportgeräte, Schulzeug, freies Schulessen, sowie Stipendien zur Weiterbildung, sobald ein gewisser Notendurchschnitt erreicht ist.) Geld muss nämlich nicht zwangsläufig den Kindern zugute kommen.

    • So stimmt das nur wenn man alles so lassen würde wie es jetzt ist. Wenn man aber das Land total umkrempelt und ich meine damit total, dann ist das Grundeinkommen von viel mehr als 1.000,00 € keine Utopie. Setzen sie sich doch mal hin und rechnen sie aus, wieviel unsere Regierung zum Fenster rausschmeißt und wieviel davon die Deutschen kriegen.

  3. Armut abschaffen … Wunschdenken, wir werden bald in der Verelendung landen!!!

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