DSGVO und Zensur: Würden Sie heute noch Visitenkarten annehmen?

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Neue-EU-Zensur

Die Datenschutzgrundverordnung, die Zensur, die auch Heiko Maas mit vorangetrieben hat, leistet ganze Arbeit. Wer jetzt noch wie ehedem Visitenkarten sammelt und möglicherweise die Daten dann in seinen Rechner eingibt, begeht einen schweren Fehler. Die Daten könnten ungerechtfertigterweise auf Ihrem Rechner sein. Sie haben ja keine Einverständniserklärung.

Keine Daten mehr sammeln

Oder stellen Sie sich vor, Sie sammelten Unterschriften. Beispielsweise gegen oder für eine Umgehungsstraße, neue Kindergartenplätze, gegen oder für Merkel – was auch immer. Es gibt zahllose Gelegenheiten. Sie sind der Organisator, Ihnen werden Unterschriftenlisten gegeben – mit Adressen, weil dies glaubwürdiger ist.

Dürfen Sie die Daten noch einfach eingeben? Wohl eher nicht.

Stellen Sie sich vor, Sie würden einen Verein betreiben. Im Sommer würden Sie einen Lauf durchführen lassen, einen Vereinswettbewerb oder einen offenen Wettbewerb für die Öffentlichkeit. Dürfen Sie die Siegerlisten draußen aufhängen – mit Klarnamen, Vereinszugehörigkeit, vielleicht sogar dem Geburtsdatum? Wohl eher nicht.

Vor Wochen schrieben wir an dieser Stelle bereits, dass erste Fitnessstudios damit anfangen, die Listen über die Teilnahme an Kursen nicht mehr in den Räumlichkeiten des Hauses aufzuhängen. Die Betreiber haben Angst vor Verstößen gegen die DSGVO. Sie hängen die Listen, wenn überhaupt, vor den Trainingsräumlichkeiten auf.

Doch zurück zur Visitenkarte. Sie dürfen die Daten natürlich in Ihrem Rechner aufnehmen. Dann, wenn Sie den Herausgeber der Karte auch danach gefragt haben. Das Einverständnis sollten Sie allerdings schriftlich haben. Auf die nächste Veranstaltung oder auf die nächste Party sollten Sie also gut vorbereitet gehen. Mit vorbereiteten Formularen dafür, dass Sie eine Visitenkarte erhalten. Sonst sind diese zumindest für Ihre Datenbank wertlos.

Eine letzte Frage: Sollten Sie Kinder haben und die Eltern der Kinder auf Listen sammeln wollen, vielleicht Anmeldelisten für einen der kostenpflichtigen Abenteuerspielplätze, erläutern Sie den Eltern am besten, was Sie mit den Daten vorhaben. Und geben Sie die Liste nicht an den Betreiber der Spielstätte. Der Staat passt auf.

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1 Kommentar zu "DSGVO und Zensur: Würden Sie heute noch Visitenkarten annehmen?"

  1. marc o´hand | 8. Juli 2018 um 22:22 | Antworten

    Datenschutz in einem Überwachungsstaat? Sachen gibt’s…

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