Ecuador: Auslieferung von Assange nur ohne Todesstrafe

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Ecuador will Julian Assange loswerden. Seit sechs Jahren hält sich der WikiLeaks Gründer in der ecuadorianischen Botschaft in London im Asyl auf. Nun soll der Whistleblower abgeschoben werden, weil er sich „in politische Angelegenheiten eingemischt hat“. Assange äußerte sich kritisch über die Inhaftierung des ehemaligen katalonischen Regierungschefs Carles Puigdemont. Dies nahm die ecuadorianische Regierung zum Anlass, um sämtliche Verbindungen Assanges in die Außenwelt zu kappen. Internet- und sonstige Medienverbindungen wurden dem Whistleblower entzogen.

Nun will die ecuadorianische Regierung Assange an Großbritannien ausgeliefern. Am Wochenende sagte der ecuadorianische Präsident Lenin Moreno Reportern, dass er jedoch eine Garantie wolle, dass gegen den WikiLeaks-Gründer Assange keine Todesstrafe verhängt werde. Moreno räumte ein, dass er bezüglich der Notlage des WikiLeaks-Gründers jedoch niemals mit Assange persönlich gesprochen habe.

Vorwürfe gegen Assange, er habe in Schweden zwei Frauen vergewaltigt, wurden inzwischen fallengelassen. Schweden hat demnach kein Interesse mehr an einer Auslieferung. Großbritannien jedoch wird Assange festnehmen, sobald der die ecuadorianische Botschaft verlässt – weil er gegen Kautionsbedingungen verstoßen haben soll. Sollte er von Großbritannien festgenommen werden, dürfte die Auslieferung an die USA nur noch eine Formsache sein.

Assange hat große Mengen an diplomatischen und militärischen Geheim-Dokumenten veröffentlicht, darunter unfassbare Kriegsverbrechen des amerikanischen Militärs im Irak. US-Justizminister Jeff Sessions erklärte die Festnahme von Julian Assange zu seinen „Prioritäten“. Die Sicherheitsexperten in den USA seien sehr über die Zahl der undichten Stellen „sehr besorgt“. Deshalb müsse der Kampf gegen „Leaks“ verschärft und die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden. Die Gefahr, dass Assange an die USA ausgeliefert wird, ist für Assange nun sehr groß geworden.

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1 Kommentar zu "Ecuador: Auslieferung von Assange nur ohne Todesstrafe"

  1. Martina Eichler | 31. Juli 2018 um 18:37 | Antworten

    Was mit diesem aufrechten Mann gemacht wird ist schlimmer als Folter. Hoffentlich findet er einen Weg zur Flucht.

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