Eine Schlappe nach der anderen für von der Leyen in Brüssel

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Die Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin hat Ursula von der Leyen nur ganz knapp für sich gewinnen können – und auch nur deshalb, weil Angela Merkel hinter den Kulissen die Strippen gezogen und alle Staats- und Regierungschefs angerufen und Unterstützung für von der Leyen gefordert hat. Sie ist noch nicht einmal EU-Kommissionspräsidentin und fährt bereits eine Schlappe nach der anderen ein: Die Kandidaten von der Leyens für die Ämter der Kommissare werden der Reihe nach vom Europaparlament abgelehnt. In einem Monat soll von der Leyen mit ihren Kommissaren in Brüssel starten – doch bei der Anhörung im EU-Parlament sind gleich mehrere ihrer Kandidaten abgeblitzt – ein Vorfall, den es vorher so noch nie gegeben hat.

Am 10. September stellte von der Leyen ihr gewünschtes „Personal“ in Brüssel vor. Die designierte EU-Kommissionspräsidentin hatte „Großes“ (oder vielmehr Größenwahnsinniges) im Sinn: Sie „schwärmte“ geradezu, dass die neue EU-Kommission „geopolitisch“ werden solle – eine „Hüterin des Multilateralismus“. Eine EU-Kommission, die „Europa auf Augenhöhe mit den Weltmächten USA und China“ bringen. Klimaschutz und Digitalisierung müssten vorangetrieben werden. Von der Leyen suchte das nach eigenen Worten „weiblichste und grünste“ Team aller EU-Kommissionen, das es je gegeben hat, aus – ein Team, das nach Geschlecht, Ländern und Regionen „ausgewogen“ sein sollte und auf das von der Leyen stolz war.

Die von Ursula von der Leyen ausgewählten potenziellen Kommissare müssen jedoch nicht nur der Kommissionspräsidentin passen. Auch das EU-Parlament in Brüssel muss von den Kandidaten überzeugt sein, die in den jeweiligen Fachausschüssen des Parlaments angehört wurden. Viele der EU-Abgeordneten sind zu Recht noch immer verärgert darüber, dass das Amt des EU-Kommissionspräsidenten nicht an einen im Europawahlkampf aufgetretenen Spitzenkandidaten ging, sondern an eine vom Europäischen Rat vorgeschlagene Kandidatin. Zudem werfen einige der Kommissarsanwärter hinsichtlich ihrer Integrität und Fachkompetenz Fragen auf. Die vorgeschlagenen Kommissare mussten sich in den Anhörungen also einer Art Kreuzverhör stellen.

Bereits bei der ersten Anhörung wurden zwei Anwärter disqualifiziert. Ihnen wurden finanzielle Interessenskonflikte vorgeworfen. Die abgelehnten Kommissarsanwärter stammten aus Ungarn und Rumänien. Von der Leyen forderte umgehend neue Kandidaten aus Budapest und Bukarest an. Bei der nächsten Anhörung wurde ein aus Polen designierter Anwärter sowie eine Anwärterin aus Schweden disqualifiziert. Die Anwärter sollen „schwach und inhaltsleer“ gewesen sein, so die Begründung für die Ablehnung. Weitere Kandidaten sind am „wackeln“, so die französische Anwärterin und der irische Anwärter. Diese Kandidaten werden aktuell vom EU-Parlament genau „unter die Lupe“ genommen.

Dass von der Leyen am 1. November ihre Arbeit aufnehmen kann, erscheint unter diesen Umständen fraglich. Bei der Abstimmung am 23. Oktober muss die gesamte Kommission vom EU-Parlament angenommen werden. Bis dahin hat von der Leyen noch Zeit, die Kandidaten auszuwählen. Ob Angela Merkel erneut helfend einspringen muss? Lesen Sie hier mehr dazu.

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11 Kommentare zu "Eine Schlappe nach der anderen für von der Leyen in Brüssel"

  1. nichts gegen Frau v.d.L. SIE ist fleissig und hat gewiss bessere Vorsätze als in Ihrem vorigen Amt in BERLIN. Schön ist, dass das EU PARLAMENT nicht mehr tatenlos
    zieht wenn wieder, wie zu Juncker’s Zeiten die Hinterstuebchen en vogue sind. IntrigenZU

  2. ein krasser Fall von Fehlbesetzung bereits in der Vergangenheit und Betrug am Wähler. Und auch wenn Merkel einmal politisch beerdigt wird wird sie noch weiter ihre Fäden ziehen. Ihre langjährige Erfahrung mit SED und Stasi zahlen sich für sie aus.

  3. Ehrengard Becken-Landwehrs | 7. Oktober 2019 um 10:41 | Antworten

    VdL ist eine krasse Fehlbesetzung und wurdem EU-Parlament aufs Auge gedrückt. Die Verärgerung ist verständlich und ihre „Wahl“, die im Grunde genommen keine war, hat das sehr deutlich gezeigt. Ihre Unfähigkeit hat sie schon in unserem Land bewiesen und wenn ich ihre hochfahrenden unausgereiften „Pläne“ anhöre, dann wird mir übel! Meiner Meinung nach wird diese Frau der Sargnagel für die EU sein, was ich persönlich sehr begrüße, denn die EU arbeitet zum Schaden aller Europäer, nicht nur der Mitglieder!
    Aber vielleicht wird der Brexit das aus für diese kriminelle EU einleiten! Ich gehöre noch zu der Generation, die selbstständig Denken kann und mit wachen Augen durch die Welt geht und wenn ich mir die Vorgänge der letzten 25 Jahre betrachte, dann kann man nur noch ein Gegner dieser Einrichtung sein. Wir brauchen wieder eine gute gemeinschaftliche Zusammenarbeit in Europa und definitiv keine Vernichtung von einst eigenständigen europäischen Ländern, wie die EU das ganz massiv praktiziert!

  4. Niemand ist so gut geeignet, die EU abzuwickeln, wie UvdL!

  5. Ich versteh auch nicht das wir noch soviele Idioten in unserem Land haben ,die haben Augen und Ohren vrschlossen jeder normal denkende Mensch sieht und versteht doch was hier vor sich geht ,bei uns . DAS ist doch nicht mehr normal dieser ganze Dreck von Altparteien muss endlich weg

    • Dass muss die tägliche Art und Weise in der DDR 1.0 gewesen sein so wie es jetzt läuft in Europa: Vermutlich steckt da viel Stasi und SED Erfahrung dahinter. Da kommt Freude auf wenn wir noch wissen wie es in 1989 mit DDR 1.0 gelaufen ist.

  6. Reichsdeutscher sagt | 7. Oktober 2019 um 14:33 | Antworten

    das schlimme hier das sich BRD – Bananenrepublik nennt und nicht mehr als Verwalter und Treuhänder der Treugeber der Alliierten.
    DAs zweitschlimmste für mich als Patriot ist die Dummheit , Ignoranz , Desinteresse , Egoismus , Nazismus und das Nichtwissen der verblödeten sogenannten deutsch .
    Da diese Pfeifen es bis heute noch nicht geschnallt haben das sie alle nicht mehr als Sklaven und http://www.staatenlos.info sind.
    Was mir am meisten aber mehr als stinkt und sauer aufstößt das ich unter diesen Deppen zu leiden habe.
    Die Masse verblödet jeden Tag mehr und hat zum größten Teil ihren Verstand an den Kleiderbügel gehängt !!!!!!!!!!!!!!!!

    • Nazismus? Das nehme Ich Ihnen nicht ab.
      Es gibt kein Nazismus mehr in Deutschland nach 1945. Sind alle ausgewichen nach Amiland. (Operation Paperclip).

      Es gibt nur noch Blödheid. Damit bin ich einverstanden.
      Schade.

  7. Peter Kalkofen | 7. Oktober 2019 um 20:51 | Antworten

    Kontinuität war schon immer ihr Ding.

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