Elektro-Autos: Die nur scheinbar umweltfreundliche Alternative

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Moderne Elektroautobatterien kommen ohne die Metalle Lithium und Kobalt nicht aus. Beide Metalle sorgen für eine sehr hohe Energiedichte und eignen sich daher bestens als Energiequelle für Elektro-Autos. In Zeiten von Klimawandel und Diesel-Gate propagieren Politiker das E-Auto als die Lösung für all diese Probleme. Doch sind Elektro-Autos wirklich so umweltfreundlich, wie man uns glauben machen will?

Nach dem Willen der Politiker sollen bis zum Jahr 2025 bereits 20 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Allein für die Autoindustrie sollen Schätzungen zufolge rund 122.000 Tonnen Kobalt für die Akkus der Elektrofahrzeuge benötigt werden. Über die Hälfte des globalen Bedarfs wird bereits durch Bergwerke im Kongo gedeckt. Jährlich sollen dort dafür schon jetzt rund 84.000 Tonnen des Metalls abgebaut werden.

Menschenunwürdige Bedingungen

Die Geschäfte laufen also bestens für die Minenbesitzer, die meistens keine Einheimischen sind. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter hingegen sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ katastrophal. Die Einheimischen sind zudem an den Gewinnen der Geschäfte nicht beteiligt. Um der erdrückenden Armut zu entgehen, versuchen viele ihr Glück damit, Kobalt selbst abzubauen; illegal und ohne Maschinen.

Neben ihren Unterkünften, die einfache Hütten sind, treiben die Arbeiter oft illegale Stollen in den Untergrund. Ganz ohne Schutzkleidung und nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet, arbeiten sie sich in die Tiefe. In den Stollen kratzen sie das Kobalterz aus dem Fels. Dabei entsteht hochgiftiger Staub, der sich bei den ungeschützten Männern in den Lungen ablagert. Das mühsam abgebaute Kobalterz muss dann in Säcken an die Oberfläche gezogen werden.

Kinderarbeit

Auch Kinderarbeit ist in den Stollen an der Tagesordnung. So hat sich in den Tagebaudörfern der Arbeiter bereits in unterirdisches Netz an Schächten und Stollen gebildet. Die Arbeit ist gefährlich und oft passieren Unfälle, weil der brüchige, nicht abgesicherte Boden einstürzt. Das abgebaute Kobalterz verkaufen die Männer dann an Zwischenhändler. Da sie keine Erlaubnis haben, Kobalt selbst abzubauen, müssen sie Minenaufsicht und Polizei bestechen.

Der Abbau der Metalle Lithium und Kobalt sorgt nicht nur für menschenverachtende Zustände, sondern verursacht immense Umweltschäden. Die größten Lithium Vorkommen befinden sich Norden Chiles, in der Atacama-Wüste. Um das Lithium zu gewinnen, muss Grundwasser an die Oberfläche gepumpt werden. In einer Salzlake wird es zum Verdunsten gebracht, wodurch sich ein Lithium-Konzentrat bildet, das zum gefragten Lithium-Karbonat weiterverarbeitet werden kann.

Dramatische Umweltschäden

Doch die Lithium Gewinnung mittels Grundwasser hat enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Die Atacama-Wüste gehört ohnehin zu den trockensten Gegenden dieser Erde. Durch das Abpumpten sinkt der Grundwasserspiegel dramatisch ab, Flussläufe trocknen aus, Wiesen verwandeln sich in Wüsten, fruchtbare Böden in nutzlosen Sand. Viele seltene Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Biologen chilenischer Universitäten befürchten den Zusammenbruch des gesamten Ökosystems. Bauern, die sich bislang von den Produkten ihrer Felder ernähren und einen Teil auf den Märkten verkaufen konnten, werden ihrer Lebensgrundlage beraubt.

Dennoch will die Merkel-Regierung uns glauben machen, dass wir durch den Kauf von Elektro-Autos der Umwelt etwas Gutes tun. Dass die Interessen ganz anders gelagert sind, ist offensichtlich. Denn in Berlin regiert die Lobby und nicht die Kanzlerin.

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1 Kommentar zu "Elektro-Autos: Die nur scheinbar umweltfreundliche Alternative"

  1. Klar, während des Betriebes entstehen äußerst wenig Emissionen (aber auch nur wenn der geladenen Strom in den Batterien aus erneuerbaren Energien stammt). Solange der Strom dafür aber aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt sowie die Entsorgung und Herstellung der Elektronikkomponenten nicht umweltfreundlich realisierbar ist bleibt das E-Auto umwelttechnisch gesehen einfach eine Katastrophe.
    Schade, dass man nie die Gesamtwertschöpfungskette betrachtet.

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