Erste Auflösungserscheinungen der SPD

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Wie ernst die Lage der ältesten Partei Deutschlands ist, zeigt die Analyse eines „SPD-Charts“. Chartanalysen sind gebräuchliche Mittel, um die Zukunft vorherzusagen – deshalb gerne in der Finanzbranche verwendet. Bisherige Kursverläufe erlauben Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung von Aktien oder Indizes. Würde man die Umfragewerte der SPD als Aktienkurs lesen, ergibt sich für die SPD eine düstere Vorhersage.

Demnach hat der Abwärtstrend, in dem sich die SPD befindet, bereits vor 18 Jahren begonnen, erklärt der Chartexperte Thomas May für die „Welt“, der beim Finanzportal Godmode-trader.de arbeitet. Der Trend begann schon in den 2000er Jahren unter Gerhard Schröder sichtbar zu werden. Der massive Absturz begann nach dem kurzen „Schulz-Hoch“, bei dem die Umfragewerte kurzzeitig bei 32 Prozent lagen. Der sogenannte „Schulz-Effekt“ hat die SPD kurzzeitig aus ihrem Abwärtstrend herausgeholt. Doch schon kurz danach brach der „SPD-Kurs“ massiv ein. Die Partei befindet sich wieder im Abwärtstrend.

Derlei Umfragewerte sind für die SPD völlig neu. Mit Erreichen der unteren „Begrenzungslinie“ des Charts bei 15 Prozent gebe es aus charttechnischer Sicht keine weiteren Unterstützungslinien mehr, so May. Entweder steige der Kurs der SPD bei diesem unteren Begrenzungspunkt wieder, oder aber der Niedergang der SPD beschleunige sich noch mehr. Aus charttechnischer Sicht sei der komplette Kollaps der SPD nicht ausgeschlossen, meinen Chartanalysten. Das Chart erinnere an eine Firma, die sich jahrelang auf dem absteigenden Ast befand und schließlich in die Insolvenz geriet.

Dass sich die SPD tatsächlich auflöst, ist für viele unwahrscheinlich. Dennoch: Die Nerven liegen blank und es zeigen sich erste Auflösungserscheinungen. Die Zahl der SPD-Sympathisanten hat sich von 2017 bis 2018 halbiert. Setzt sich der Trend so weiter fort, muss die SPD bei den nächsten Bundestagswahlen sogar um die Fünfprozenthürde fürchten. Gerhard Schröder wird vermutlich der letzte Kanzler der SPD gewesen sein, eine Partei, die 155 Jahre lang eine feste Größe der deutschen Parteienlandschaft war.

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