Es geht bald an Ihr Geld: Draghi will Aufbau der Bankenunion vorantreiben

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Auf einer Fachkonferenz am Dienstag in Paris sagte EZB-Chef Mario Draghi, er rechnet mit raschen Fortschritten beim Aufbau der Europäischen Bankenunion. Er sei „zuversichtlich, dass bald bedeutende Schritte in diese Richtung unternommen würden. Auch der französische Notenbankchef, François Villeroy de Galhau, stimmte mit Draghi überein. Er mahnte die Finanzminister der Euro-Länder, die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung bis Ende des Jahres zu definieren, berichtet die FAZ.

Die Bankenunion soll einen einheitlichen europäischen Aufsichtsmechanismus (SSM – single Supervisory Mechanism) als wichtigste Säule beinhalten. Außerdem sollen marode Banken über die Bankenunion abgewickelt werden (SRF – Single Resolution Fund). Die Regierungschefs der EU hatten im Juni entschieden, dass der Eurorettungsfonds (ESM) als Absicherung für den SRF dienen soll. Der ESM soll greifen, wenn die Finanzmittel im SRF nicht mehr ausreichen.

Edis – Es geht an ihr Geld

Dritte Säule der Bankenunion soll die Europäische Einlagensicherung sein. Diese ist umstritten, denn Kritiker in Deutschland befürchten, dass Banken und Finanzinstitute in die Haftung genommen werden, wenn andere Banken in der EU pleitegehen. Die dritte Säule, auch Edis genannt, soll dennoch kommen. Der SSM habe die Risiken bereits verringert, so die Begründung Draghis. Daher sei es jetzt Zeit, Edis einzuführen.

Die Bundesbank, die Edis kritisiert, fordert, dass zuerst die Altrisiken in der EU abgebaut werden müssen. Denn bis Ende März 2018 gab es in der Euro-Zone noch Kredite in Höhe von 688 Milliarden Euro. Experten warnen immer wieder eindringlich vor den Plänen zur Bankenunion. Denn bei einem Bankencrash haften auch die deutschen Sparer mit ihrem Vermögen. Dass diese Form der Enteignung bald kommt, ist jetzt dennoch sehr wahrscheinlich.

Konten werden eingefroren

Für den Fall einer Bankenpleite in der EU könnte die Bankenaufsicht einen Auszahlungsstopp erlassen. Der Kunde kommt als nicht mehr an sein Geld heran. So soll verhindert werden, dass die Sparer einen Run auf ihre Spareinlagen starten und das Geldinstitut vollends zusammenbricht. Zudem sollen die Konten der betroffenen Kunden vorerst eingefroren werden. Während des Auszahlungsstopps will man versuchen, die Pleite-Bank zu retten oder dieses Institut an eine andere Bank zu verkaufen.

Derzeit gibt es für Privatbanken eine Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Diese sind für die Einlagensicherung von Privatpersonen, Personengesellschaften und die kleinen Kapitalgesellschaften bis zu 100.000 Euro zuständig. Jedoch ist diese Entschädigungseinrichtung nicht für schwere Bankenkrisen ausgerüstet. Ob die Einlagen im Falle eines schweren Finanzcrashs dann noch gesichert sind, ist zu bezweifeln.

Es gibt eine klare Reihenfolge, wer bei einer Bankenpleite zuerst seine Ersparnisse und Einlagen verliert: Aktionäre, Gläubiger und Sparer mit mehr als 100.000 Euro Einlage. Reichen die Sicherungssysteme nicht aus, verlieren auch die Sparer mit hohen Guthaben ihr Kapital.

Sparer haften für marode Banken

Edis soll wie der ESM Rettungsschirm, der die Staatsschulden der Krisenländer vergemeinschaftet, das gleiche für die Bankeinlagen tun. Alle Spareinlagen der deutschen Banken, Sparkassen und Raiffeisenbanken würden mit europäischen Banken, und auch allen Risikobanken, in einen Topf geworfen. Geht eine Risikobank pleite, sollen deren Kunden über die EDIS entschädigt werden. Das Geld für die Entschädigungen kommt dann entweder von soliden Banken oder, was wahrscheinlicher ist, von den Sparern.

Besonders dramatisch wäre eine Staatspleite eines südeuropäischen Schuldenstaates in der Eurozone. Denn zunächst hätten die ortansässigen Banken den Staatsausfall finanziell zu stemmen, weil sie im Wesentlichen dessen Anleihen halten. Wahrscheinlich ist, dass diese Banken eine Staatspleite nicht auffangen könnten und alle anderen Euro-Länder durch die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung dafür haften, besser gesagt bezahlen müssten.

Die Deutsche Bundesbank hat vor den Edis Plänen eindringlich gewarnt. Solide deutsche Banken und schlussendlich die Sparer müssten für Staatsschulden anderer Länder bezahlen. Die Enteignung scheint aber beschlossene Sache zu sein. Denn Finanzminister Olaf Scholz hat Frankreich Unterstützung bei der Bankenunion zugesichert. Bei seinem Treffen mit dem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire im März 2018 ging es um die „Eurozonen-Vertiefung“ und die Bankenunion. Damals kündigte Scholz an, er und die Franzosen wollen die Bankenunion vorantreiben. Die ursprüngliche Skepsis der Bundesregierung gegenüber Edis scheint sich also in Luft aufgelöst zu haben.

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9 Kommentare zu "Es geht bald an Ihr Geld: Draghi will Aufbau der Bankenunion vorantreiben"

  1. Die Illusion, der Euro ist stabiler als der Dollar ist eine Illusion.
    Beide Geldmarken stehen für den begriff ein Falschgeldsystems, was zwischenzeitlich als ein öffentliches Allgemeinwissen bekannt ist.
    Der Euro ist der Dollar mit Tarnfarbenanstrich, er steht aus meiner Sicht auch unter dem Oberkommandao der Dollar-Kommandozentrale…oder?
    …und der eigenartigen Finanzindustrie der angloamerikanischen Betrugsszene mit der Tendenz sich zum perfekten Verbrechen zu entwickeln, keine weiß Bescheid,
    zum Schluß war es keiner gewesen…. ein alter Zoff ….
    Na, ja, so einfach ist es nicht, .dass Problem Euro wird in der nächst höheren Ebene geklärt werden….. das könnte Eurorasien sein. Oder ein Bündnis zw. Deutschland und Russland. Dazu müßte das deutsche Volk unter den Schutzschirm von Russland und möglicherweise der BRICS – Staaten kriechen können. Allerdings ist die BRD nur ein staatsähnliches Gebilde….ohne echte Befugniss, wir sind Staatenlos…oder?
    Gradmesserr für die Zukunft ist die Verhaltensweise der kritischen Bevölkerung gegenüber der angloamerikanischen Geldordnung….(FED, City of Londen, Petrodollar etc.)
    „Insolvenzen und Megareichtum sind, wegen organisierter oder fahrlässiger Unkenntnis, die Folge von unentrinnbarer Enteignung des jeweils „schwächsten Gliedes“ in der Schicksalskette! Versklavung per Falschgeld ist ein Verstoß gegen Artikel 4, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte!…siehe:
    Klicken mit google: Öffentliches Wissen Band 3: Untersuchungsbericht zu Menschenrechtsverletzungen durch Falschgeld
    Weiter hier zuhören, die OKiTALK-Radio-Sendung mit Prof. Franz Hörmann zu der sofortigen Notwendigkeit, ein neues auf Ehrlichkeit basierendes Geldschöpfungsprinzip zu beginnen.
    Sensationeller Auftritt eindeutiger Menschenfreunde Die herren Jürgen Korthof und Franz Hörmann …zum aktuellen Geldsystem …..fast drei Stunden hochkonzentrierte Kost, erstklassige Information und Denkansätze,
    siehe: ttps://institutfuerrechtsicherheit.wordpress.com/2018/01/22/pilotprojekt-der-ifr-community-in-der-waehrung-talent-gestartet/

    Dort die OKiTALK-Radio-Sendung mit Prof. Franz Hörmann zu der sofortigen Notwendigkeit, ein neues auf Ehrlichkeit basierendes Geldschöpfungsprinzip zu beginnen.
    Nehmt Euch die Zeit ……., alle ……….egalaus welcher geistigen Innung!

    Haltet Euch fuchtig, noch ist unsere7 meine Erde nicht verloren !

    Ich grüße Euch !

  2. Merkel hängt sich an Macron, weil sie merkt, das ihr Stern sinkt und stimmt deshalb seinen Plänen zu zu der Bankenunion, allein zum Vorteil der EU, aber zahlen tun wieder wir alle. Kein normaler Mensch kann diese diktatorische EU mehr ertragen. Nach der Wahl von Kurz als Kanzler wurde er von Juncker ermahnt, keine VolksbefrWarum wohl wolle die salle nichtagung zum Verbleib in der EU durchzuführen, warum wohl? Warum wohl wird das Volk nicht gefragt für was es bezahlen soll? Warum wohl wenden sich immer mehr von der EU ab?

    • 1. Macrons Stern sinkt auch.
      2. Kurz hat die Volksabstimmung vor der Wahl versprochen. Warum hält er sich nicht daran? Weil es ihm Soros verboten hat oder der Besoffski aus Brüssel?

      • Bei seinem Antrittsbesuch als neuer Kanzler bei Juncker hat der ihm das Versprechen abgenommen, während seiner Amtszeit keine Volksabstimmung über den Verbleib in der EU zu machen. War so im TV.Was doch diese selbstherrliche EU für Angst hat vor einer Volksbestimmung!

  3. Franz Josef Kostinek | 21. September 2018 um 6:35 | Antworten

    Da ich selbst kein Geld habe ist mein Vorschlag leider nur Theorie. Holt Euer Geld von der Bank und kauft überall auf der Welt Gold. Man kann davon nicht abbeißen aber zu Hause aufbewahren. Lasst aber noch etwas übrig um ( leider ) wertloses Papiergeld übrig um wenigstens ein paar Monate übeleben zu können.

  4. Welche Mechanismen auch immer angewandt werden, es gilt Henry Ford: „Das Geldsystem dient der Enteignung der der NichtJuden“.

  5. Mit jeder Währungsumstellung zahlte der Bürger drauf.Jetzt sollen wir wieder enteignet werden, was ja schon in Deutschland seit Jahren funktioniert. Das Ende ist nicht abzusehen!!!

  6. Ein Land kann Pleite gehen. Das wird dann teuer, aber ist zu verkraften. Doch das Ziel ist es, keinem Land einen Bankrott zu erlauben. Dazu müssen alle mit ins Boot, damit sie wissen, geht einer unter, gehen alle unter. So kann man den Finanzuntergang herausschieben, dafür wird der dann richtig heftig und zur breiten Wohlstandsvernichtung führen.
    Ist das das Ziel? Auf den Trümmern Europas eine brutale Diktatur zu errichten? Schäuble hat genau das angedeutet: Wir brauchen eine richtige Krise,…..
    Wir werden sie bekommen.

  7. Ich bin in Trümmern geboren, habe den Wiederaufbau erlebt und die Eophorie und muss jetzt mit ansehen wie alle Anderen wie die EU alle Mitgliedstaaten kaputt macht und enteignet ohne jeden Krieg bzw monetären Krieg und wie Lebensversicherungen jetzt nur noch Verluste erwirtschaften. Beispiel Slowenien. Dieses kleine aber feine Land ist sicher jedem ein Begriff Gorenje. ein Hersteller von Haushaltsgeräten. Dieses Land wurde Mitglied in der EU und bekam sofort als Nettozahler den Euro Dank guter Werte. Auch dieses ehemals gesunde Land ist Dank EU ausgeblutet und hängt jetzt auch am Tropf der EU. Aber unsere Politiker werden nicht müde die EU als einzigartiges Friedensprojekt enorm wichtig zu betiteln. Tja, wenn man den Staaten das Geld weg nimmt können sie auch keinen mehr führen und darauf sind sie stolz. Unsere Bundeswehr kann bekanntermaßen nicht mal mehr den Natoauftrag erfüllen.

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