EU-Skandal: Monsanto-Bayer meldet Patent auf natürlichen Brokkoli an

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Obwohl es laut EU-Gesetz verboten ist, auf ein natürliches Gemüse oder Obst ein Patent anzumelden, hat das Europäische Patentamt für Monsanto/Bayer eine Ausnahme gemacht. Der Agrochemie- und Pharmakonzern durfte ein Patent auf Brokkoli anmelden. Selbstredend wollen jetzt Monsanto/Bayer und andere Saatgutriesen diesen „Präzedenzfall“ dafür nutzen, um weitere hunderte Anträge auf die Patentierung von natürlichem Gemüse und Obst einzufordern.

Das Europäische Patentamt hat offensichtlich im Interesse der Industrie entschieden und ist nicht in der Lage, die Interessen der Gesellschaft zu vertreten. Rein vom Inhalt her ist dieses Patent vollkommen abstrus. Zudem durchkreuzt dieses „Brokkoli-Patent“ geltendes deutsches Recht. In Deutschland sind Patente für Pflanzen und Tiere ausgeschlossen. Deswegen kann Brokkoli auch nicht patentiert werden. Die Gefahr besteht nun darin, dass das EU-Patentamt damit einen Präzedenzfall geschaffen hat, nach welchem Muster nun künftige Anträge auch entsprechend entschieden werden könnten.

Für das Europäische Patentamt könnten diese leicht in die Tausende gehenden Anträge lukrativ werden. Denn für jedes erteilte Patent kassiert das Patentamt. Mit dem Patent in der Tasche kassiert der entsprechende Konzern dann nahezu unendlich. Jedes Produkt rund um das Gemüse ist dann lizenzpflichtig: Samen, das Gemüse selbst, Suppen etc. Jeder, der das Gemüse anpflanzen will, müsste dann dafür Lizenzgebühren bezahlen. Wenn die Patentierung von Gemüse und Obst nicht gestoppt wird, werden Bauern und Gärtner bald in eine gefährliche Abhängigkeit von nur wenigen Konzernen (Monsanto/Bayer, Syngenta und DuPont) gebracht.

Auf Anfrage, was die Bundesregierung von der Entscheidung des Europäischen Patentamtes hält, wo die Patentierung von natürlichen Pflanzen in Deutschland doch verboten ist, antwortete das Bundesjustizministerium: „Das Bundesjustizministerium prüft diese Entscheidungen. Danach wird darüber entschieden, welche Schritte ergriffen werden“. Diese Antwort klingt nicht nach einem handfesten Plan. Wenn die Politik diesen Patentierungen keinen Riegel vorschiebt, was kommt dann als nächstes?

Die Saatgutbranche ist bereits heute schon so konzentriert wie nie. Die zehn größten Saatgutkonzerne beherrschen drei Viertel des kommerziellen Saatgutmarktes. Weltweit. Sie haben rund 53% des Weltmarktes unter Kontrolle. Bei gentechnisch verändertem Saatgut kontrollieren sie 90% des weltweit verkauften und gentechnisch veränderten Saatgutes. Es gibt allerdings große regionale Unterschiede: In Indien liegt der Anteil von kommerziell verkauftem Saatgut bei 30%, in Afrika aktuell nur bei 10%. Die Dominanz des kommerziellen Saatguts liegt also in den Industrieländern. Gezielte Firmenfusionen und Übernahmen von Patenten und rechtlichen Rahmenbedingungen haben diese Entwicklung in den westlichen Ländern begünstigt.

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12 Kommentare zu "EU-Skandal: Monsanto-Bayer meldet Patent auf natürlichen Brokkoli an"

  1. Was erwartet man von der Geldsüchtigen Politikern und den Säufern in der EU. Dies kriminelle Vereinigung mit Namen EU muss unbedingt weg und die Großkonzerne in die Schranken verwiesen werden. Aber wer macht das schon…wenn es doch um die eigenen Taschen oder seiner Saufsucht geht.

  2. Die Politik und mit ihr die Verwaltung versagen immer mehr. Bestehende Gesetze sind anzuwenden und wenn in DE Patente auf Tiere und Pflanzen nicht zulässig sind, so muss die Verwaltung in jedem Fall eines Verstoßes dagegen einschreiten.
    Gegen die „EU – Wohltaten“ sollten wir uns massiv wehren. Was von der EU kommt, ist schon lange oft nur gegen unsere Interessen gerichtet, ob TTIP, Glyphosat, jetzt Patent für Pflanzen, usw., usw. DE ist für die EU der „Zahl-Trottel“ und „Buhmann“ wegen des verursachten Flüchtlingsdilemmas. Mit so inkompetenten „Politikern“ wie Merkel & Co. schaffen wir in der EU sowieso nichts außer unsere eigene Misere !!! DE „bürgt“ sich in der EU tot, läßt den Euro „verrecken“ und schafft sich mit Abermillionen „Migranten“ allmählich ab. Die „Schwarzen“ und „Roten“ NULLEN schaffen nichts und erlauben den Untergang von DE, die Privatisierung unserer Nahrungsressourcen und die Zerstörung der Natur. Die Rauten-Frau schwebt mit ihrer ungebremsten Machtfülle überall !! Schon längst hätte sie auf der Anklagebank sitzen müssen !!

  3. eigentlich ist es verrückt, dass man wirklich für die natürlichsten Dinge der Welt eine Regelung der EU erfindet und damit die Menschen in eine sachliche und rechtliche Notlage bringt. mit einer Verordnung kann man ja jeden Totpressen und Anklagen.. man muss echt einmal Nachdenken wie verrückt das ist.. demnächst melden die ein Patent für den sexuellen Akt an und jeder muss fürs Vögeln eine Gebühr zahlen….lach

  4. Ein Patent anmelden kann jeder! Ob es durchkommt ist eine andere Sache. Meist wissen die lieben Journalisten im Patentrecht nicht Bescheid. Dabei würde es genügen die Nummer anzugeben, unter der die Anmeldung läuft und jede könnte es sich ansehen. Geheimpatente sind ein fixe Idee der Verschwörungstheoretiker!

  5. Bayer durfte Monsanto kaufen und nun die Drecksarbeit ausführen. Im Hintergrund ziehen die US-Boys die Strippen. Was hat nun der deutsche Anleger von seinen „überirdischen Aktien“ Nücht, wie der Berliner sagt, und ich sage NEIN, das stimmt nicht. Nun kann sich bald jer €Uropäer beim einfachen Broccoli richtig laben und die Medikament gleich mitschlucken.

    Ein US-Création BROCOLLI im großen Stil, ja da staunte damals der olle Bush als die Bauern mit Truckere im Weißen Haus vorfuhren und die Ladung gerade mal auf den Rasen zu legen. Und das war auch nur möglich, da Bush GW Sr. den Brocolli über den grünen Klee öffentlich lobte.

    Aus jedem „Akt“ ziehen die „geschäftstüchtigen“ US-Boys Money. Da wird einem urplötzlich klar, sie suchen bereits für die allseits beliebten Kriegswaffenhersteller und deren Produkte, die den „höchstmöglichsten“ Profit hergeben, die Alternative in „FOOD“. Die logische Folgerung, hie wie da, ob dadurch jemand draufgeht, spielt die untergeordneste Rolle, wo gibt.

    HALLELUJA oder vielleicht auch HALLEVEGETABLE.

  6. Einfach widersinnig auf natürliche Sachen ein Patent anzumelden und auch noch zu erhalten. Das ist unnatürlich, unmenschlich und letztlich macht es abhängig. Irgendwann kommt dann das Patent auf Menschen! Die Geldgier und Macht kennt keine Grenzen.

  7. Gabriel van Helsing | 10. August 2018 um 21:44 | Antworten

    Frage, ist das Patent denn nun auf Bayer eingetragen worden?
    Anfragen und Genehmigung sind zwei paar verschiedene Schuhe.
    Was mich auch stutzig machte, angeblich dürfte man in Deutschland keine „Alten Sorten“ anpflanzen. So stand es diese Woche in einer Zeitung aus Hamburg.
    Ich bin jetzt etwas irretiert. Den in BW oder Alten Land gibt es Bäume mit alten Sorten von Äpfel und Birnen. In ersteren Bundesland stehen Obstbäume sogar am Wegesrand zum Selbstpflücken. Das Verbot bezog sich zwar auf Kartoffelsorten, aber hier kenne ich genug Kleingärtner, die auf ihrer Scholle alle möglichen Sorten von Erdäpfel anpflanzen und ernten.

  8. Die EU richtet und verursacht nur Schäden gegenüber der Bevölkerung. Man darf sich nicht ausmalen wohin dies führt. Die Politiker schweigen dazu! So darf es nicht weitergehen!!Haben die Politiker keinen „A“ in der Hose ,oder sind sie blind geworden. Vielleicht beides. Wo sind wir hingekommen?

  9. Der ganze Dreckhaufen macht was er will.
    Hauptsache – die Kasse stimmt.

    Die sollen ihren „geköpften Brokkolie solange selbst fressen, bis sie sich davon tot-geschissen haben!

    Man weiß ja vor lauter Verzweiflung gar nicht mehr, was man noch sagen soll!!!

  10. ottogeorg LUDWIG | 11. August 2018 um 7:03 | Antworten

    Was erwarten die 550.000 Eu-Bürgern von Merkels u. weitern macht- u. geltsüchtigen
    rechtsbrecherischen Handlungen der EU-Diktatur vs. den EU.Völkern zugunsten großer
    Weltindustrie-Konzernen! Zum besonders EU-Bürgernachteil brechen diese Feinde der EU-
    Bürger zum Vorteil Industriekonzerne verbotene Patentrechte an Planzen , z.B. Brocoli,
    obwohl gesetzlich verboten – hier haben EU- Landwirte u. EU-Verbraucher sichtbar die EU-Diktatur als Mafia den brutalsten Feind vs. sich stehen – Weiter so – wir schaffen das – die totale Entmachtung u. Abhängigkeit an den EU-Völkern!!!

  11. Wir brauchen keine EU, die uns nur bevormunden und unser Geld haben will. Die meisten „Politiker“ in DE sind schon schlimm und dumm genug, aber die in der EU toppen das noch durch mehr Gerissenheit und Rücksichtslosigkeit !!! Diesen „Gangstern“ kann nicht vertraut werden und irgendeine Legitimatation für europäische Bürger zu handeln oder etwas zu bestimmen, muss ihnen sofort entzogen werden.
    Als Topberater für Steuerflüchtlinge hat sich z.B. Herr Juncker in Luxemburg früher einen „großen“ Namen gemacht – heute unterstützt er auch noch Großkonzerne bei der „Ausbeutung“ Europas und der Welt. Es unterstützt ihn dabei, wie ja auch nicht anders zu erwarten war und ist, unser „Rautenbiest“, z.B bei Glyphosat, TTIP, usw., usw. Angeblich will sie nach der gescheiterten Karriere in DE ( bald Schluss mit „Kanzlerin“ ), im EU-Stall ihre „Schweine-Karriere“ fortsetzen. Diesen „Supergau“ für europäische Bürger darf aber auf keinen Fall geben. Im heutigen EU-Saustall ist jetzt schon kaum noch „auszumisten“. Merkel auch noch als vom „Bock“ zum „Gärtner“ mutierend zu erleben, wäre auch noch den „Untergang“ Europas nach DE-Untergang mitzumachen. Das muss mit allen Kräften verhindert werden !!!

  12. Leider regiert bei den meisten Menschen nur das eigene Einkommen. Da die meisten EU-Politiker aus Niedriglohnländern stammen ist für sie persönlich nur der Erhalt des EU-Parlaments wichtig zu ihrem eigenem Vorteil. Die zahlenden Länder werden durch die vorhandenen mehrheitlich armen Länder (siehe auch Kindergeld ins Ausland) überstimmt. Ich möchte nicht wissen wie viele zu ihren überhöhten Einkommen von Lobbyisten gekauft werden. Wenn also eine Großfirma etwas erreichen möchte spielt doch die Schmiergeldhöhe keine Rolle wenn man hinterher Milliarden Verdienen kann. Man kann nur hoffen das dieser Volksfeindliche Sauhaufen bald verschwindet.

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