EU wirft jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen Obst und Gemüse weg

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Eine Studie der University of Edinburgh hat herausgefunden, dass mehr als ein Drittel des Obsts und Gemüses, das in der EU angebaut wird, auf dem Müll landet. 50 Millionen Tonnen frischer Lebensmittel sollen deswegen weggeworfen werden, weil ihr Äußeres nicht den EU-Normen entspricht. Viel Gemüse wird schlicht weggeworfen, weil die Produktionskosten durch die niedrigen Preise nicht gedeckt werden. In Italien wurden letztes Jahr Tonnen von Gurken und Tomaten vernichtet, weil sie entweder nicht der EU-Norm entsprachen oder importierte Ware aus dem Ausland billiger war. 40 Prozent der Bananen werden weggeworfen, weil sie nicht der Norm entsprechen.

Angesichts der zunehmenden Armut in der EU ist der Umgang mit den wertvollen Lebensmitteln ein Frevel. Zudem zeigt sich, zu welcher Misswirtschaft es durch die vielen EU-Normen und Regulierungen kommt. Während große Agrarbetriebe fürstliche Subventionen aus Brüssel bekommen, gehen kleine Bauern und bäuerliche Betriebe leer aus. Viele EU-Regulierungen und Normen werden ad absurdum geführt. So ist die Ästhetik von Obst und Gemüse für die Klassifizierung für den Verkauf in den Vorschriften der Europäischen Union verankert. Zudem kontrolliert eine kleine Zahl von Supermarktketten den großen Marktanteil. Diese haben dann die Macht, zusätzliche „Qualitätskriterien“ festzulegen.

Krumme Gurken werden vor allem weggeworfen, weil sie nicht in genormte Verpackungen passen. Mit Bananen verhält es sich genauso. Dort, wo Menschen dafür arbeiten, dass diese vielen Tonnen Lebensmittel produziert werden, herrschen oftmals schlimme Arbeitsbedingungen. Für einen kleinen Lohn müssen sie unter unmenschlichen Bedingungen hart arbeiten. Durch den Einsatz von Pestiziden wird die Umwelt zerstört und die Menschen krankgemacht. Die Überproduktion wird einfach weggeworfen, damit der Preis künstlich nachreguliert werden kann.

Die Studie der University of Edinburgh kommt zu dem Schluss, dass mehr als ein Drittel der landwirtschaftlichen Produktion aus „ästhetischen Gründen“ verloren geht. Diese ausbeuterischen und verschwenderischen Zustände können sich nur durch das Verhalten der Verbraucher ändern. Verbraucher müssen verstärkt regionale Produkte und Bio-Produkte kaufen, auch wenn diese nicht perfekt aussehen. Je weniger Obst und Gemüse aus aller Welt in den großen Supermarktketten gekauft wird, desto eher werden diese gezwungen sein, ihr Angebot zu ändern. Das wird allerdings nur möglich sein, wenn sich das Bewusstsein der Menschen auf breiter Basis verändert.

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3 Kommentare zu "EU wirft jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen Obst und Gemüse weg"

  1. Das kommt doch nur davon, weil der Draghi die Inflation fordert! gleichzeitig aber warnt der Depp davor, gell? unsere Politiker folgen dem Wahn auch noch und freuen sich über höhere Preise, weil das ja zum Wohle des Volkes dient, gell?

  2. Gabriel van Helsing | 3. September 2018 um 21:07 | Antworten

    Das Problem mit den Wegschmeißen von Lebensmittel ist seit Jahren bekannt.
    Kleiner Nebeneffekt für den Verbraucher, anstatt diese Lebensmittel günstiger an die Verbraucher zu geben, kann der Handel und der Produzent die Verkaufspreise hoch setzen und halten.
    Ich habe schon vor Jahren in Spanien gesehen, das Speisezwiebel, Apfelsinen und Tomaten auf Müllkippen landeten. Auf Gran Canaria waren geerntete Paprika unverkäuflich. Dieser wurde klammheimlich mitsammt der Verpackung und Kisten in der Ex-Stierkampfarena geschreddert. Die Vernichtung brachte mehr Geld von der EU ein, wie der Verkauf an die Verbraucher.
    Die Härte war, Bananen die nicht der EU-Norm entsprachen,
    wurde an Kühe verfüttert.

  3. Na, Gott sei Dank verschwindet das Pestizid versäuchte Zeug wenigstens teilweise ohne direkten Schaden bei den Menschen anzurichten. Darum lieber bei dem Bio-Bauern am Wohnort kaufen! Nur das dumme ist das Bayer/Monsanto von der EU mit Geldern gefördert werden um unsere Nahrung zu vergiften.

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