Ex-Bürgermeister beklagt Bildungsmisere: Ade mit dem Volk der Dichter und Denker

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Dichter und Denker

Der ehemalige Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschowsky, hat in einem Videobeitrag das Kultusministerium heftig kritisiert. Im Jahr 2000 schockierte Deutschland durch sein Pisa-Ergebnis und nun scheint der verheerende Lehrermangel, verursacht durch die Sparpolitik der Bundesregierung, die Bildungsmisere in Deutschland massiv zu verschlimmern. Wenn die Bundesregierung nicht schnell etwas gegen den akuten Lehrermangel unternehme, sei es bald aus mit dem „Land der Dichter und Denker“, sagte Buschowsky.

Das Kultusministerium hätte die Alarmzeichen verschlafen. Durch den dramatischen Lehrermangel in Deutschland (geschätzte 50.000 Stellen sind unbesetzt), falle reihenweise der Unterricht aus. Zwar werde nun eiligst versucht, Ersatz zu besorgen. Jedoch handele es sich bei den sogenannten „Quereinsteigern“ um Lehrkräfte, die keine pädagogische Ausbildung hätten. Eingestellt würden nun Leute aus allen Berufsbranchen, die „on the job“ eingearbeitet werden sollten.

Wie kann so etwas in Deutschland passieren, fragt Buschowksy, habe sich der Lehrermangel doch schon seit Jahren angekündigt. Die Begründung, die in diesen Zeiten so oft als Grund für Versäumnisse der Bundesregierung herangekommen wird, ist die Migrationskrise. „Man konnte ja nicht ahnen, dass so viele Menschen kommen“, lauten die Ausreden entsprechend oft. Doch schon vor Beginn der Flüchtlingskrise fehlten rund 20.000 bis 30.000 Lehrer. Gehandelt wurde dennoch nicht.

Ersatzkräfte mögen zwar gebildet und motiviert sein. Sie seien dennoch lediglich „Ersatzkräfte“ und keine ausgebildeten Pädagogen oder Lehrer, warnt Buschowsky, deren Einsatz er nur für die „zweitbeste Lösung“ hält. Es mache keinen Sinn, wenn Jugendliche nach rund 10 Jahren Schule diese als „funktionale Analphabeten“ verließen. In Berlin seien bereits 60 Prozent der neueingestellten Lehrkräfte Quereinsteiger. Dieser Umstand sei zum einen ungesund für das Lehrerkollegium und zudem wenig förderlich, um ein Einser-Abitur zu erreichen, meint Buschowksy. Denn dieses werde noch immer gebraucht, um Mediziner zu werden.

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6 Kommentare zu "Ex-Bürgermeister beklagt Bildungsmisere: Ade mit dem Volk der Dichter und Denker"

  1. Franz Josef Kostinek | 24. August 2018 um 6:29 | Antworten

    Lernen heißt zuerst: Hilfe haben ! Und die fehlt zu 95 Prozent in den Familien. Um gerne zu lernen muss zunächst das Lernthema interessant gemacht werden. Und das sind nur kleine Kniffe. Dann steigert sich die Neugier von alleine.

    • Bei meiner Generation hat Druck ausgereicht. Sie schlägt noch heute jeden Abiturienten aus Bremen oder Berlin.

  2. Dr. Kurt Joachim Maass | 24. August 2018 um 14:17 | Antworten

    Der beste Lehrer, den ich je hatte, war ein Brückenbauingenier, der als Quereinsteiger in der Oberstufe Physik unterrichtete.

    Er konnte uns nämlich erklären, WARUM und WOFUER das Gelernte relevant war.

    Dieser unser Lehrer Lüttiken aus Trier war zudem ein bodenständig feiner Kerl ohne jegliche Allüren. Wir liebten ihn alle.

  3. Wozu brauche ich Buschkowsky? Was der sagt, ist schon lange so offensichtlich, daß nur Blinde und Linksgrünverkalkte es nicht sehen. Und tatsächlich ist es noch viel schlimmer, denn die Folgen sind noch gar nicht mit der ganzen zerstörerischen Wucht angekommen.

  4. Jawohl Herr Schulz, die finale Misere seiner desaströsen Bildungspolitik wird DE erst in einigen Jahren zu spüren bekommen. Aber das werden unsere Merkellieblinge alles richten. SPD-Schulz meinte, dass die wertvoller als Gold sind und Grün-Eckardt,die sich selbst für enorm klug hält, was sie auch vom ganzen Rest ihres Haufens behauptet, sagt: Die Migranten werden einen ungeahnten Wirtschaftsaufschwung in DE auslösen. Na, mal sehen wann der kommt???!

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