Frankreich verbietet Pestizide, die Bienen töten

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Seit dem 1. September gilt in Frankreich ein Verbot für fünf Neonikotinoide – Insektenvernichtungsmittel, die besonders schädlich und zumeist tödlich für Bienen sind. Frankreich nimmt dabei eine EU-weite Vorreiterrolle ein. Die „Bienenkiller“ dürfen nicht mehr als Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Damit geht Frankreich weiter als die EU, die Ende April ein viel weniger umfassendes Verbot von Pestiziden beschlossen hatte. Geht es nach der EU, dürfen bienenschädliche Pestizide noch weiter auf Felder eingesetzt werden.

Bayer und Syngenta hatten gegen das Pestizidverbot von Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxa geklagt. Die Klagen wurden jedoch voll umfänglich vom EuGH abgewiesen. BASF hatte mit seiner Klage mehr Erfolg. Das Pestizid Fipronil von BASF darf künftig wieder auf Feldern eingesetzt werden.

Neonikoinoide gehören bislang zu den Pestiziden, die am meisten eingesetzt werden. Sie kommen quasi überall zum Einsatz: Auf Feldern, Weinstöcken und Obstbäumen. Die Pestizide töten jedoch nicht nur sogenannte Schädlinge, sondern eben auch Bienen und andere für die Bestäubung nützliche Insekten. Französische Imker beklagen schon seit Jahren, dass ihnen im Winter über 30 Prozent ihrer Bienenbestände verloren gehen.

Deshalb hat Frankreich nun die fünf gefährlichen Wirkstoffe verboten. Frankreich verbietet die Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam. Darüber hinaus wird auch der Einsatz von Thiacloprid und Acetamiprid untersagt. Dieser ist in Deutschland jedoch noch erlaubt. Frankreich erklärte sich selbst zum Vorreiter der EU beim Bienenschutz. Bereits 2016 hatte das französische Parlament ein Biodiversitätsgesetz verabschiedet.

Tier- und Umweltschützer sind mit dem Vorgehen der Regierung dennoch nicht zufrieden. Denn die umstrittenen Pestizide dürfen in Gewächshäusern und in Produkten wie Zeckensprays für Katzen weiter eingesetzt werden. Zudem werden neue Insektizide genehmigt, die für Insekten und Bienen genauso schädlich sind. Auch Forscher sehen das neue französische Gesetz kritisch. Jedes Insektizid könne auch Bienen töten. Landwirte, Gärtner und Hobbygärtner müssten ganz auf Insektizide verzichten. Für diese Gruppe müsste eine unschädliche Alternative gefunden werden.

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1 Kommentar zu "Frankreich verbietet Pestizide, die Bienen töten"

  1. Das macht den Kohl auch nicht mehr fett, wenn Frankreich nicht die Notbremse zieht, dann sind sie in 10 Jahren sowieso islamisiert und ich glaube nicht, daß die Scharia ein Umweltgesetz kennt. Wie bestelt, so geliefert.

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