Französische Imker zeigen Bayer wegen Glyphosat an

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französische Imker 2.7.2018

Der französische Verband der Imker wirft dem Leverkusener Konzern Bayer den Vertrieb schädlicher Substanzen vor. Vor wenigen Wochen stimmten sowohl die USA als auch die EU der Fusion von Bayer und Monsanto zu. Glyphosat wird damit jetzt von Bayer hergestellt. Die französischen Imker konnten in Honig Glyphosat-Rückstände nachweisen und haben Anzeige gegen den Chemiekonzern Bayer erstattet. Glyphosat ist Hauptbestandteil des Pflanzengifts „Roundup“, das jetzt zu Bayer gehört.

Der Verband vertritt rund 200 Imker und wirft Bayer den Vertrieb schädlicher Substanzen vor. Ein Imker des Verbands konnte seinen Honig nicht an einen Großhändler verkaufen, da dieser bei Laboruntersuchungen Rückstände von Glyphosat festgestellt habe. Die Imker vermuten, dass der Honig durch den Einsatz von Roundup auf benachbarten Rapsfeldern verunreinigt wurde. Der Verband hofft jetzt, dass die Behörden denn Fall untersuchen.

Im Herbst 2017 hatte Frankreichs Präsident Macron angekündigt, Glyphosat verbieten zu lassen. Die EU hatte den Einsatz von Glyphosat für weitere fünf verlängert. Die Abstimmung über das geplante Verbot Macrons scheiterte jedoch Ende Mai in der französischen Nationalversammlung.

Glyphosathaltige Unkrautvernichter werden noch immer tonnenweise eingesetzt. Nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch von Gärtnern und Hobbygärtnern. Die schädlichen Auswirkungen auf Natur und Mensch werden verharmlost oder geleugnet. Wer Glyphosat eine Schädlichkeit nachweisen konnte, wurde von Monsantos Anwälten zum Schweigen gebracht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte sich in die Diskussion um die Schädlichkeit von Glyphosat eingeschaltet und hat nachgewiesen, dass Glyphosat hoch gesundheitsschädlich ist und Krebs auslösen kann.

Glyphosathaltige Unkrautvernichter (z. B. Roundup) sind sogenannte Breitbandherbizide, die für fast alle Pflanzenarten giftig sind. Hersteller ist der Agrochemie- und Gentechnikkonzern Monsanto, der jetzt von Bayer gekauft wurde. Der Konzern macht heute allein mit Roundup einen Jahresumsatz von 2 Milliarden US-Dollar. Dahinter steht eine mächtige Lobby. Nachvollziehbar, dass sich die Lobby-gelenkten Politiker in Brüssel nicht gegen den US-Konzern gestellt und für den weiteren Einsatz von Glyphosat gestimmt haben.

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4 Kommentare zu "Französische Imker zeigen Bayer wegen Glyphosat an"

  1. Bin selbst Hobby-Imker, jedoch in der Stadt, wo Glyphosat eher nicht verwendet wird.
    Diesen Erfindern, Herstellern und Vertreibern von Glyphosat bzw. Roundup und allen Politikern weltweit, die dieses Dreckszeug weiterhin zulassen, gehört dieser Dreck vorne und hinten pur eingeflößt.

  2. Wenn Europa scheitert, dann nicht am Klimawandel oder dem Bienensterben, sondern an der Masseneinwanderung.

  3. 8tung: Krebsgefahr steigt mit dem Zugfahren:
    Die DB benutzt Glyphosat zur „chemischen Vegetationskontrolle“ auf dem Schienennetz. Eine Alternative zum Unkrautvernichter gibt es noch nicht, so die Bahn.

  4. Das muss doch selbst den BLÖDESTEN (Politikern) einleuchten, das Gift in Lebensmittel schädlich ist.

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