+++ Für Nestlé werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt +++

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NestlePalmöl

Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und Mars verwenden immer noch Palmöl für die Herstellung von Lebensmitteln wie Schokoriegel oder andere Schokoladenprodukte. Palmöl findet jedoch auch in Produkten wie Kosmetik, Kerzen, Reinigungsmitteln oder in Diesel Verwendung. Um Palmöl zu gewinnen, müssen riesige Plantagen mit Palmen angepflanzt werden.

Dafür werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt und für immer vernichtet. Nicht selten geschieht dies durch illegale Brandrodung geschützter Regenwaldflächen. Dadurch werden nicht nur Fauna und Flora für immer zerstört, sondern die für die Erde lebenswichtigen Lungen, die riesigen Regenwälder, verschwinden zusehends. Bedrohte Tierarten verlieren ihren Lebensraum und Ureinwohner des Urwaldes werden gewaltsam vertrieben.

Schon vor mehreren Jahren haben Konzerne wie Nestlé, Mars und Hershey öffentlich versprochen, kein Palmöl mehr von diesen problematischen Plantagen zu beziehen. Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtete allerdings, dass die Lebensmittelkonzerne weiterhin Palmöl von Plantagen aus Indonesien verwenden. In diesem Gebiet, in dem die Regenwälder abgeholzt werden, leben ursprünglich Tiger, Orang-Utans, Elefanten und Nashörner. Durch den weiteren Bezug aus den illegalen Plantagen unterstützen diese Konzerne die Vernichtung des Regenwaldes und des Lebensraums für diese Tiere.

Warum erklären Nestlé, Mars und Co. öffentlich, kein Palmöl mehr zu beziehen, wenn sie dann doch nicht darauf verzichten? Die Unternehmen erklärten diesen Umstand damit, dass es oft schwierig sei, die Herkunft des Palmöls genau zu bestimmen. Weil die Produktions- und Lieferketten aus Indonesien sehr komplex seien, könne man die eindeutige Herkunft nicht immer genau zurückverfolgen.

Solange die Konzerne die Lieferanten nicht dazu zwingen, die Herkunft des Palmöls eindeutig zu belegen, bleibt das leere Versprechen, auf „problematische Palmöle“ zu verzichten, eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit und der Verbraucher. 2010 hatte Nestlé nach einer Greenpeace Kampagne versprochen, nur noch Palmöl aus nachhaltigen Palmölplantagen zu beziehen, die keinen weiteren Regenwald zerstören.

Dieses Ziel ist bis heute allerdings verfehlt, berichtet der Guardian. Bislang könne Nestlé nur zwei Drittel der Herkunft des Palmöls bestimmen. Ein großer Anteil dürfte demnach immer noch von illegalen Plantagen stammen. Nestlé hat nun angekündigt, bis 2020 sein Ziel der 100%-igen Rückverfolgbarkeit des Palmöls erreichen zu wollen. Wir dürften gespannt sein, ob das Vorhaben dieses Mal eingelöst wird.

 

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