+++ Gabriel rechnet mit Schäuble ab: Finanzminister schuld an EU-Desaster +++

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Noch-Außenminister Sigmar Gabriel rechnet mit Noch-Finanzminister Schäuble ab. Schäuble habe Europa in „einen Scherbenhaufen verwandelt“, den jetzt andere wieder mühsam zusammensetzen müssten, berichtet die FAZ.

Schäuble sei es gelungen, fast alle EU-Staaten gegen Deutschland aufzubringen. Deutschland gelte als „Oberlehrer“, der anderen Ländern permanent Vorschriften zum Sparen mache. Durch seinen „Starrsinn“ und seine finanzpolitisch strenge Engstirnigkeit habe Schäuble auch im IWF für erhebliche Differenzen gesorgt. Dabei habe er es nicht einmal geschafft, die neue Reformen in Deutschland ohne neue Schulden umzusetzen. Trotzdem verlange Schäuble aber genau dies von anderen.

Zudem sei es „reines Glück“ für Schäuble gewesen, dass gerade während seiner Amtszeit als Deutschlands „Kassenwart“ Deutschland durch die niedrigen Zinsen Milliarden an Zinskosten gespart hätte.

Schäuble soll der neue Bundestagspräsident werden, das formell das zweithöchste Staatsamt nach dem Bundespräsidenten ist. Gabriel „gönne“ ihm dieses Amt und sagt Differenzen mit der AfD voraus. Es ist anzunehmen, dass die AfD gegen Schäuble als Bundestagspräsident stimmen wird. Denn Schäuble vertrat die Politik der Eurorettung – ganz im Gegensatz zur Euro-kritischen AfD. Doch Gabriel ist davon überzeugt, dass Schäuble die AfD „in den Griff“ bekommen werde.

Watergate Redaktion 24.10.2017

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