Glyphosat: Bayer kommt billiger davon….

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Die Bundesregierung hatte noch kurz nach der Bundestagswahl die Nutzung von Glyphosat in der EU für weitere fünf Jahre mit abgesegnet. Dies ging an der damaligen Umweltministerin Hendricks (SPD) vorbei – ein offensichtlich nicht zufälliges Manöver. Die Regierung unternimmt vieles, um Glyphosat zu stützen – und jetzt auch die eigene Industrie. Bayer, den Übernehmer von Monsanto – dem Produzenten – geht es auch an anderer Stelle jetzt besser. Die Gerichtsprozesse in den USA wegen des Unkrautvernichters Round-Up und der gesundheitlichen Folgen werden jetzt offenbar zu deutlich besseren Ergebnissen führen, als zunächst gemeldet. Kürzlich hat ein Gericht vor Ort die Geschichte um die die beiden Rentner Alva und Alberta Pilliod erneut behandelt und die ausgesprochene Strafe wieder gestrichen. Die Rentner hätten zwei Milliarden Doller erhalten können.

Gericht kassiert Milliarden-Urteil

Die Strafe ist nach Auffassung des Gerichtes „über den verfassungsrechtlich angemessen Rahmen hinausgegangen“. Bayer kann sich darauf freuen, dass bereits in diesem Fall die Strafe reduziert wird. Wahrscheinlich sei die Strafe mit etwa dem maximal Vierfachen des „eigentlichen Schadensersatzes von 50 Millionen Dollar“ angemessen bewertet, heißt es. Das wären dann 250 Millionen Dollar. Also nicht viel mehr als 10 % dessen, was die Rentner bis dahin hatten kassieren wollen oder können.

Bayer hat diesen Vorgang noch nicht endgültig kommentiert. Allerdings kann das Unternehmen auch in einem anderen Fall auf die Justiz bauen. Die erste Strafe dort lag bei gut 80 Millionen Dollar. Die Strafe ist nunmehr auf 25 Millionen Dollar gesenkt worden. Die Begründung auch dort: Der „Anteil des Strafschadenersatzes“ wäre zu hoch ausgefallen. Damit solle eine „Zusatzsanktion“ ausgesprochen werden, die aber nicht zu hoch ausfallen dürfte. Da die Strafzahlungen für Bayer eine wirtschaftliche Extremsituation darstellten, sind die neuen Fälle und Urteile ein Glücksfall für Bayer. Und schlecht für Glyphosat-Gegner.

Wir bleiben an den Glyphosat-Streitigkeiten dran.

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