+++ Großbritannien schießt „aus Versehen“ thermobare Raketen auf Syrien ab +++

DrohneneinsätzeGB

Wird ein Mensch von einer thermobaren Rakete getroffen, brennen die Stoffe in seinem Körper weiter. Der Mensch wird sozusagen bei lebendigem Leib von innen verbrannt. Wie jetzt bekannt wurde, setzt Großbritannien unbemannte, bewaffnete Drohnen in Syrien ein, die mit sogenannten „Hellfire“ Raketen bestückt sind. Die thermobaren Raketen wurden häufig abgefeuert. Bislang hatte sich London über diese Art der verwendeten Raketen in Schweigen gehüllt.

Die Internetplattform Drone Wars UK hatte eine Anfrage an die britische Regierung gestellt. In der Antwort des britischen Verteidigungsministeriums hieß es, dass Großbritannien in den ersten drei Monaten dieses Jahres so viele bewaffnete Einsätze mit Drohnen in Syrien durchgeführt habe, wie in den 18 Monaten zuvor. Die Drohnen hätten dabei mehr Raketen abgeschossen, als britische Tornado-Bomber.

London hatte bislang angegeben, Drohnen lediglich zu Aufklärungszwecken einzusetzen. Die Internetplattform geht deshalb davon aus, dass der Einsatz der Hellfire-Raketen in Syrien vom Verteidigungsministerium versehentlich veröffentlicht wurde. Denn darin werden die beiden Typen „Hellfire-Raketen“ benannt, die bei den Drohneneinsätzen in Syrien abgeschossen wurden.

Bei dem Raketentyp AGM-114N4, der in der Auflistung erwähnt wird, handelt es sich um die thermobaren Sprengkörper. Dabei wird ein explosives Aerosol-Gemisch in der Luft verteilt und gezündet. Durch die Explosion entsteht ein Unterdruck, der die Luft in der Umgebung zum Zurückströmen in das Zentrum der Explosion bringt. Alle nicht luftdicht verschlossenen Objekte verbrennen dabei. Erstickungen sowie innere Verbrennungen sind die Folge bei Mensch und Tier.

Aufgrund der Wirkungsweise der thermobaren Sprengkörper wird deren Verwendung von Menschenrechtsgruppen scharf verurteilt. Drone Wars UK wies in diesem Zusammenhang auf einen Artikel aus der Times von 2008 hin. Darin hieß es, die „Waffen seien so umstritten“, dass Waffen- und Rechtsexperten des Verteidigungsministeriums 18 Monate lang darüber diskutierten, ob diese überhaupt verwendet werden können, ohne gegen internationales Recht zu verstoßen. Man entschied sich dann aber schließlich, den Sprengkörper lediglich als „verstärkte Sprengrakete“ zu erklären.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Kommentar hinterlassen zu "+++ Großbritannien schießt „aus Versehen“ thermobare Raketen auf Syrien ab +++"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*