Großmedien – wirklich unabhängig?

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Medienkanzlerin

Der „Deutsche Journalisten Verband“ hat eine Pressemeldung herausgegeben, die irritiert. Jens Spahn hatte als Gesundheitsminister zwei Empfehlungen ausgesprochen, die der „DJV“ nicht verstand – und deshalb darum bat: „Was denn nun, Herr Minister?“ „Was sollen Journalistinnen und Journalisten den Bürgern denn raten?“

DJV: Ratgeberverein der Regierung?

Erstaunlich an dieser Frage des DJV ist der Umstand, dass Journalistinnen und Journalisten sich in erster Linie als Berichterstatter verstehen. Möglichst sogar als unabhängige Berichterstatter – über alle möglichen Sachverhalte und auch über die Regierung und deren Behörden. In einer idealisierten journalistischen Welt würden Leser und Nutzer also erwarten, dass Journalisten schreiben: „Die Regierung bzw. Herr Spahn hat mitgeteilt, dass….“

In der Textsorte „Meinung“ könnte derselbe Journalist dann mitteilen, dass und im Idealfall sogar, warum er oder sie jene Regierungsmitteilung nicht als zielführend, gut oder als schlecht empfindet. Dass Journalisten oder in diesem Fall der Deutsche Journalisten Verband sich als „Ratgeber“-Fraktion versteht und dann auch noch die Regierung um Aufklärung darüber bittet, was nun Journalisten „raten“ sollen, ist regierungshörig.

In der Sache ging es dem Bundesvorsitzenden Frank Überall um zwei Meldungen, die harmlos sind. Spahn hatte empfohlen – mehr kann er als Gesundheitsminister nicht – Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern nicht mehr durchzuführen. Zudem solle, dies ist Empfehlung Nr. 2, jeder Einzelne sich überlegen, ob „ein Clubbesuch, eine Geburtstagsfeier oder die Vereinssitzung nicht verzichtbar“ wären.

Einen Widerspruch in diesen Empfehlungen sehen wir ohnedies nicht. Die erste Empfehlung richtet sich an die Veranstalter von Großveranstaltungen (die Zahl 1.000 wird auf europäischer Ebene verwendet), die andere an private Menschen und deren Lebensgewohnheiten. Dass hier nicht gleich jede – auch Klein- – veranstaltung abgesagt werden kann, ist recht plausibel. Das öffentliche Leben dürfte direkt nicht mehr stattfinden. Es dürfte keinen Nahverkehr mehr geben, keinen Bahn-Fernverkehr und auch keinen Krankenhausbetrieb. Der Zusatzappell, auch privat über kleinere Veranstaltungen nachzudenken – harmlos.

Aber es reicht offenbar, um bei der Regierung wie einst der „Schwarze Kanal“ in der DDR nach Rat zu fragen, was man denn berichten oder gar raten dürfe….

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2 Kommentare zu "Großmedien – wirklich unabhängig?"

  1. Danke für diesen Beitrag! Beim Zitat fehlt der erste Buchstabe!! „As sollen Journalistinnen und Journalisten den Bürgern denn raten?“

  2. Vom unabhängigen neutralen Journalismus ist schon lange gestorben, nur noch Sprachrohr der Regierung ebenso wie TV Medien. Jeden Tag auf mehreren Kanälen Beiträge vom 2. Weltkrieg nach 17 Jahren und dafür auch noch GEZ verlangen ist eine Frechheit! Und der Verfassungsschutz stellt die AfD wegen Verdacht unter Beobachtung. Wo war der aber als die SPD aufrief die PERSONEN der AfD anzugreifen? Wo war dieser Verfassungsschutz über die vielen Rechtsbrüche von Merkel? Und aktuell wie Merkel die legitime Wahl in Thüringen anullierte? Wir werden von Idioten und Irren regiert und die sollten unter Beobachtung gestellt werden ihr Rechtsverbieger.

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