Grüne Forderung: Ausländische Journalisten, die „Wirecard“ aufdeckten, sollen Bundesverdienstkreuz erhalten

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Scholz

Die Affäre „Wirecard“ findet aus Sicht derjenigen, die sie wesentlich aufgeklärt haben, möglicherweise noch ein gutes Ende. Der Grüne Politiker Danyal Bayaz forderte laut „FAZ“ von Bundesaußenminister Heiko Maas per Post die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für Dan McCrum sowie Stefania Palma. Beide hatten für die „Financial Times“ aufgedeckt, dass Wirecard einen Bilanzbetrug bzw. Bilanzskandal verberge. Heiko Maas ist als Außenminister mit seinem Ministerium für die Prüfung ausländischer Preisträger verantwortlich. Bis dato hatte sich die Regierung nicht mit Ruhm bekleckert: Nach den Berichten der „Financial Times“ ermittelten die Behörden (BaFin) eher in Richtung einer möglichen Kursmanipulation oder manipulierenden Berichterstattung der „Financial Times“, statt den Vorwürfen den ihnen gebührenden Raum zu geben, wie es nun heißt.

Olaf Scholz: Bis dato keine Entschuldigung

Das BaFin untersteht letztlich dem Finanzministerium von Olaf Scholz. Der hat sich dem Bericht nach für die Berichterstattung mittlerweile bedankt, allerdings für die Vorwürfe gegen die Zeitung und deren Berichterstattung noch nicht entschuldigt. Möglicherweise erwächst auch für Olaf Scholz hieraus noch ein politisches Problem. Wir haben über einen besonderen Umstand berichtet:

„Das Ministerium soll wenige Tage, bevor der Konzern Wirecard Insolvenz angemeldet hat, vertrauliche Gespräche sowohl mit dem Vorstandschef der Commerzbank (Martin Zielke) als auch mit dem Risikovorstand der Commerzbank (Marcus Chromik) über die Lage bei Wirecard geführt haben, berichtet die „Bild“-Zeitung.

Staatssekretär Kukies habe demnach am 21. Juni mit Zielke und Chromik und am 25. Juni erneut mit Zielke gesprochen – an dem Tag an dem Wirecard Insolvenz angemeldet hat. Der Finanzausschuss des Bundestags bestätigte, dass dieses Gespräch stattgefunden hat. Kukies muss spätestens zu diesem Zeitpunkt über die Situation bei Wirecard Bescheid gewusst haben. Der Staatssekretär des Finanzministeriums ist zugleich auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der deutschen Finanzaufsicht BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Brisant in dem Zusammenhang der zuvor geführten Gespräche ist, dass die Commerzbank nach Informationen der „Bild“ zu den größten Kreditgebern von Wirecard gehört. Die Commerzbank hatte zudem wenige Tage vor der Wirecard-Insolvenz einen 300-Millionen-Euro schweren Kredit um mehr als ein Drittel gekürzt.

Laut einem vertraulichen Bericht aus der Bundesregierung soll die Commerzbank jedoch das einzige Finanzinstitut sein, welches sein Kreditvolumen kurz vor der Wirecard-Insolvenz gekürzt hat. Besonders brisant: Die Bundesregierung ist mit 15 Prozent der größte Anteilseigner der Commerzbank. FDP-Finanzexperte Schäffler kommentierte: „Wenn es stimmt, dass Kukies vorab die Commerzbank über Wirecard informiert hat, dann ist er als Staatssekretär nicht mehr zu halten. Dies hätte sogar strafrechtliche Relevanz nach dem Wertpapierhandelsgesetz.“ Wir werden den Wirecard-Fall verfolgen. 

 

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1 Kommentar zu "Grüne Forderung: Ausländische Journalisten, die „Wirecard“ aufdeckten, sollen Bundesverdienstkreuz erhalten"

  1. Änständige Deutsche haben schon lange ihr Bundesverdienstkreuz ZURÜCKGEGEN!!!

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