GRÜNER Oberbürgermeister in Tübingen: Schwarzfahrenden Flüchtenden wird Geld abgezogen

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Migranten 2.7.2018

Innovativ, was der grüne Oberbürgermeister in Tübingen, Boris Palmer, nun fordert. Die Anzahl der Schwarzfahrer unter den Flüchtenden sei eklatant hoch. Der Schaden und der Frust bei den Beschäftigten der Bahn(en) im öffentlichen Nahverkehr auch. Die Lösung sei recht einfach: Die Flüchtenden, die in Erstaufnahmelagern wohnen, erhalten weniger Geld und dafür eine Sachleistung mehr: die Fahrkarte. Also eine Zwangsbeglückung, so die Kritiker. Andere glauben, die Fahrkarte würde so einfach verschenkt. Beides stimmt nicht.

Einfaches System

Die einzige Hürde, die ein OB dabei nehmen müsste, ist die Umstellung auf eine (für einen Teil des Geldes) Sachleistung. Die wird einen bestimmten Preis bekommen, hier maximal 23 Euro, für eine vollständige Monatskarte an sich zu wenig. Dennoch: Da die Gruppen dann allesamt kaufen würden, wenn auch unfreiwillig, ist ein solcher Preis noch attraktiv, heißt es.

Die Grünen sind bis dato nicht bereit, derartige Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Sachleistungen statt Geldleistungen gelten als Eingriff in die Wahlfreiheit. Palmer beruft sich dennoch auf seine Erfahrungen als Zugreisender und als Nahverkehrsteilnehmer. Die Konflikte in den Bahnen seinen zu einem Sicherheitsproblem geworden sowie ein „echtes Ärgernis“. Er verweist zudem auf die Strategie und Erfahrungen aus Hessen. Dort gibt es ein „hessisches Flüchtlingsticket“. Die Erfahrungen hält er offenbar für gut.

Es gibt bei den in Frage stehenden Summen tatsächlich kaum Gegenargumente, so die Kritiker. Schließlich verfügen Flüchtende in Erstaufnahmelagern nicht über Autos, die als Alternative in Frage kämen – insofern wird ihnen in der Regel „nichts weggenommen“, wenn es ein günstiges Zwangsticket gibt.

Es wird spannend zu sehen, wie die grüne Partei mit diesen Aussagen und Forderungen künftig umgehen wird. Denn Palmer ist vor Ort in der Praxis mit dem Problem fast täglich konfrontiert.

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1 Kommentar zu "GRÜNER Oberbürgermeister in Tübingen: Schwarzfahrenden Flüchtenden wird Geld abgezogen"

  1. Hat es auch rot-, blau-, gelb-, oder goldfahrende Flüchtlinge? Es könnte durchaus der Umstand eingetreten sein, daß der Sohn des „legendären Renchtalbürgers evtl. alle Schwarzfahrer meinte, daß schwarz fahrende Flüchtende gemeint wären. Da wäre dann gemeinhin auch deutsche Spezies betreffen, und nicht nur diese.

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