Hambacher Forst: Tausende demonstrieren erneut – Aktienkurse von RWE sacken ab

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Am Sonntag haben 8.000 Menschen gegen die Rodung des Hambacher Forstes demonstriert. Nach dem Tod eines Journalisten, der im Hambacher Forst von einem Baum gestürzt war, protestierten die Menschen verstärkt gegen die Abholzung des verbliebenen Waldstücks im Braunkohletagebaugebiet.

Vertreter der Bundesregierung sollen bereits im Juli und August mit RWE-Chef Schmitz verhandelt haben, um die Rodung des Waldes aufzuschieben. Derzeit tagt die Kohlekommission, um einen Plan für den Kohleausstieg auszuarbeiten. RWE sollte bis zur Vorlegung des Planes mit der Abholzung des Waldes warten. Doch die Vertreter der Bundesregierung konnten bei RWE anscheinend nichts erreichen – oder wollten nichts erreichen, obwohl es fünf Treffen mit dem Energiekonzern gab.

RWE will den Wald abholzen, um weiter Braunkohle fördern zu können. Doch es kann nicht sein, dass jahrhundertealte Bäume und ein uraltes Ökosystem dem Kohletagebau vollkommen sinnlos zum Opfer fallen, wenn die Kohlekommission den Ausstieg aus der Kohletagebau sowieso plant. Selbst die Schreiber der Mainstream-Medien „wundern“ sich über die Sturheit von RWE und der Energiekonzern durch diese sinnlose Aktion einen Imageschaden in Kauf nimmt.

Da der Wald bereits im Herbst abgeholzt werden soll, haben Umweltverbände für den 6. Oktober eine bundesweite Demonstration angekündigt. Ende Oktober soll eine Aktion des „zivilen Ungehorsams“ durch die Kampagne „EndeGelände“ stattfinden. Der Hambacher Forst ist inzwischen zum Symbol der Umweltschützer und Kapitalismuskritiker geworden. Es gibt zahlreiche Boykottaufrufe gegen RWE, die nicht folgenlos blieben: Der Aktienkurs des Energiekonzerns hat bereits erheblich nachgelassen.

Der Aktienkurs von RWE hatte seit Jahresbeginn an Wert zugelegt, während der Dax seit Monaten im Fallen ist. Seit Beginn der Räumung des Hambacher Forstes durch die Polizei hat der Aktienkurs insgesamt 500 Millionen Euro an Wert verloren. Viele Stromkunden haben die angekündigte Rodung des Hambacher Forstes zum Anlass genommen, um den Stromanbieter zu wechseln. Greenpeace Energy berichtet bereits von einem regen Zulauf. Auch andere Ökostromanbieter berichten von zahlreichen neuen Kunden. Der Einfluss privater Kunden auf Energiekonzerne ist zwar begrenzt. Doch mit dem Wechsel zu Ökostrom kann gegen den „schmutzigen“ Kohle-Strom und gegen die Abholzung vom Hambacher Forst zumindest ein Zeichen gesetzt werden.

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2 Kommentare zu "Hambacher Forst: Tausende demonstrieren erneut – Aktienkurse von RWE sacken ab"

  1. Für was benötigt man denn die Firma Wortmarke(Betriebsschutz)mit Helmen und Sicherheitsuniform und wem dienen diese und für wessen Sicherheit????

  2. Hallo guten Tag,
    man sollte ja auch bedenken, – und das wird gerne vergessen – das die Rheinbraun die Ausgeschöpften Braunkohle Gruben wieder zu Kippen und diese wieder neu Aufforsten !!!

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