„Heikochen“ Maas schimpft auf Trump: SPD-Außenpolitik im Kriegszustand?

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Heiko Maas geht US-Präsident Trump an. Wegen dessen Iran-Politik vor allem, da er ein Abkommen aufgelöst hatte, auf das man sich verlassen hatte. Dem Sinn nach ließ Heiko Maas nun verkünden, dass man endlich etwas sagen müsse gegen diese Art der permanenten Vertragsaufkündigungen. Vor dem G-7-Gipfel, den Trump auch sozusagen torpediert, bringt er den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland richtig ins Schwitzen.

Heiko Maas tobt

Heiko Maas ist quasi beleidigt. Wir seien es gewohnt, dass „man“ sich auf die getroffenen Vereinbarungen verlassen könne, ließ er die Zuhörer wissen. Dies habe sich grundlegend geändert. Natürlich bleiben die USA „außerhalb Europas“, wie es im „Focus“ hieß, der engste Partner. Nun aber würde die EU den Kampf um neue Bündnisse aufnehmen müssen.

Dies allerdings ist noch nicht weiter definiert, geht allerdings in Richtung – nein, nicht Russland. Das hatte Heiko Maas im Quasi-Auftrag der westlichen Verbündeten durch Anti-Putin-Aussagen ja schon verhindert. Es geht wohl nach China. Es geht um die eurasische Halbinsel, die Seidenstrasse und einen neuen starken Partner, der uns allerdings im Landesinneren mit zahlreichen Zu- und Aufkäufen auch schon überrollt.

Der deutschen Wirtschaft allerdings ist das Iran-Abkommen zwar wichtig, aber eben nicht ganz so wichtig. Deutschland exportierte zuletzt Waren im Wert von etwa 3 Milliarden Euro in den Iran. 111 Milliarden Wert allerdings gingen in die USA. Dennoch möchte Maas sich hier im zerstrittenen Europa mit Frankreich als dem wohl interessiertesten Freund starken iranischen Handels also stark machen.

Das „Heikochen“

Redaktionelle Meinung: Oskar Lafontaine soll vor Jahren den Heiko Maas als „Heikochen“ betitelt haben. Er hatte ihn im Saarland als Nachfolger aufgebaut oder zumindest nicht verhindert. Maas ist zwar dreimal als Kandidat für die Wahl zum Ministerpräsidenten angetreten und hat dreimal gegen einen CDU-Kandidaten verloren, das aber ficht den „Heikochen“ nicht an. Angela Nahles hat ihn nach dem Justizminister-Auftritt, als er plötzlich gegen eigene Ankündigungen zum Zensurminister wurde, zum Außenminister gemacht. Als solcher vertritt er die angeblich deutschen Interessen so gut, wie es sozialdemokratische Minister eben machen. Ausdehnung um jeden Preis, so wie es Scharping als Verteidigungsminister schon vormachte, in dessen Fussstapfen als unglückseliger Minister er nach Meinung von Beobachtern wohl treten wolle. Es scheint ihm zu gelingen.

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