Holzmafia in Rumänien zerstört die Lunge Europas

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„Der Wald ist der Bruder des Rumänen“, lautet ein Sprichwort in den Karpaten. Die heimischen Urwälder Europas mit ihren Bären und Wölfen spielen im Leben der dort lebenden Menschen eine besondere Rolle. Die riesigen unberührten Waldgebiete in den rumänischen Karpaten zählen zu den letzten Urwäldern Europas. Über Jahrhunderte hinweg konnte sich die Karpaten-Fauna und Flora vom Menschen unberührt entfalten. Seit einigen Jahren treibt jedoch eine skrupellose Holzmafia dort ihr Unwesen. Diese geht sogar soweit, Förster und ortdkundige Ranger zu ermorden.

Holz ist der Rohstoff Rumäniens. Sägewerke, Kettensägen, dicke Baumstämme am Wegesrand. Auf dem Weg in die Karpaten kommen einem viele beladene Lkw mit offensichtlich sehr alten Eichen und Buchen entgegen. Die Wälder Rumäniens sind die Lunge Europas, wie der Amazonas für Südamerika – nur nicht so bekannt.

Holz ist begehrt und ein lukratives Geschäft. Die brutalen Morde an zwei Förstern erschütterten die rumänische Öffentlichkeit. Es geht nicht um Einzelfälle. Wer sich dem groß angelegten Holzdiebstahl in den Weg stellt, riskiert sein Leben. Polizisten fanden die Leichen in abgelegenen Waldstücken. Die Mörder hatten die Männer einen Abhang hinuntergeworfen, neben ihnen lag das Dienstgewehr. Die Ermittler sprachen von „extremer Gewalttätigkeit“, denn die Körper wiesen mehrere Schusswunden, zahlreiche Hämatome, Rippenbrüche und einen zerschmetterten Fuß auf. Einer der beiden Förster wurde mit einer Axt erschlagen.

Die Förster lebten im nordrumänischen Kreis Maramuresch. Nach Angaben des Dachverbandes der rumänischen Waldarbeitergewerkschaften wurden in den vergangenen Jahren sechs Förster ermordet. Dabei geht es nicht um die Taten von Kleinkriminellen oder armen Dorfbewohnern. Seit Jahren holzt eine Holzmafia in Rumänien seine einst ausgedehnten Wälder systematisch ab. Der Holzhandel ist ein Milliardengeschäft. Die Geschäfte reichen bis in höchste politische Kreise. Millionen Kubikmeter Holz werden illegal geschlagen. Wer dieses Geschäft stört, riskiert sein Leben.

Angetrieben wird dieser Kahlschlag durch eine große Nachfrage aus dem Ausland. Rumänien gilt inzwischen als der größte Holzexporteur Europas. Vor allem Österreich und Deutschland zählen zu den größten Holzabnehmern Rumäniens. Aber auch für den Möbelgiganten IKEA ist Rumänen ein wichtiger Rohstoffgeber. Zahlreiche einheimische Firmen fertigen Billigprodukte für den schwedischen Konzern, das Unternehmen selbst besitzt in Rumänien 50.000 Hektar Wald.

Umweltschützer hatten 2015 aufgedeckt, dass österreichische und deutsche Unternehmen sowie IKEA systematisch illegal geschlagenes Holz gekauft haben. Nicht nur die Unternehmen gerieten dadurch unter Druck, sondern auch der rumänische Staat. Denn die massenhafte Waldrückgabe an Alteigentümer, Korruption, lasche Kontrollen und Gesetzeslücken hatten den Raubbau an den Wäldern ermöglicht. Die rumänische Regierung versprach damals Besserung. Doch geändert hat sich seitdem wenig. Im Gegenteil – das ganze Ausmaß der illegalen Abholzung wurde erst vor Kurzem deutlich, als das rumänische Investigativ-Portal „Recorder“ bisher geheim gehaltene statistische Daten zum jährlichen Holzschlag seit 2010 veröffentlichte.

2018 stoppte der Europäische Gerichtshof die Abholzung von Urwäldern in Polen. Die polnische Regierung hatte 2017 mit dem Fällen von Bäumen in einem Urwald begonnen, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Es wird Zeit, dass die letzten Urwälder Europas ebenfalls unter Schutz gestellt und von den Behörden vor der Holzmafia beschützt werden. Setzen Sie sich dafür ein!

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5 Kommentare zu "Holzmafia in Rumänien zerstört die Lunge Europas"

  1. Mir fehlen die Worte !!!!

  2. Wenn es um den schnöden Mammon geht, ist jedes Mittel recht. Was soll man dazu noch sagen? Diese Bande einfach an die Wand…

  3. Reichsdeutscher sagt | 12. Dezember 2019 um 14:27 | Antworten

    reden wir doch erst mal hier ja hier in Schland werden auch alle Wälder dem Erdboden gleich gemacht und mittlerweile vor allem in Mitteldeutschland ich weis von was ich rede .
    Lebe Gottseidank auf dem Lande aber auch hier bei uns im Nürnberger Land ist es nicht anders da fallen wegen Blödräder – Windkraft und Fahrradwege mehr als genug lebensnotwendige Bäume für Flora und Umwelt zum Opfer !!!!!!!!

  4. Aha, in Brüssel also ist der 5G-Versuch gestoppt???!!!

    Haben wohl Angst, sich gesundheitliche Schäden zuzufügen!!!!
    Also,das geht ja gar nicht!!!!

    Wenn schon 5G – ja dann ganz weit weg von Brüssel so die Befürworter von 5G (EU-Elite)

  5. So wie es aus sieht hat EU Uschie schon angefangen in Rumänien.
    Überall die Baäume umgesägt? Keine sorgen! EU Uschie bekommt eine trillion Euros um „die Klimaänderung zu bekämpfen“.
    Mit viel puha wird uns das Geld aus der Tasche gekloppt um Klimaänderung zu bekämpfen? Alles heisse Luft!
    Die wollen einfach schnell eine EU Armee aufbauen und vierzig bis fünftig million Migranten in Europa kommen lassen.
    Sie hat im Vorfeld schon sehr fleissig wie sie ist in etwas kaput laufen lassen, die Bundesarmee untergehen lassen.

    MMn lönnen wir noch viel mehr „EU-Wunder“ von dieser Frau erwarten.

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