Immer mehr Obdachlose in Deutschland

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Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland steigt immer mehr an. Traurig aber wahr: In deutschen Städten gehört sie bereits zur Normalität. Die Zahl der Wohnungslosen ist seit dem Jahr 2010 um 90.000 angestiegen. Insgesamt sind 335.000 Menschen in Deutschland wohnungslos, davon sind 29.000 Kinder betroffen. Als wohnungslos gelten Menschen, die sowohl auf der Straße leben, als auch Menschen ohne festen Mietvertrag. Menschen, die in Notunterkünften, in Heimen, bei Verwandten oder auf Kosten des Staates untergebracht sind.

Die Organisation FEANTSA hilft europaweit Menschen ohne Wohnung. Nach einer Analyse der Organisation hat die Zahl der Obdachlosen in Europa inzwischen ein kritisches Hoch erreicht. Am stärksten sind Großstädte wie Paris, London, Wien oder Brüssel betroffen. Nur einem Land ist es gelungen, seine Obdachlosenzahlen stetig zu senken: Finnland. Was macht das Land anders, als beispielsweise Deutschland?

Finnland hat seine Wohnungspolitik reformiert. Das Projekt „Housing First“ zeigt bereits Erfolge. Jeder finnische Bürger, der seine Wohnung verliert, soll sofort eine neue, dauerhafte Wohnung erhalten. Der Staat will dadurch zudem Geld sparen. Denn die herkömmlichen Hilfsangebote waren teuer und nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Man will das Übel an der Wurzel beseitigen.

So müssen Obdachlose beispielsweise bis zu zehn Mal im Monat ins Krankenhaus eingewiesen werden. Jeder Transport und die Behandlung kosten rund 800 Euro. Durch das „Housing First“ Projekt lassen sich so rund 8.000 Euro pro Monat und Obdachlosen für den Staat einsparen. Auch bei den Notunterkünften sowie den Gesundheitsprogrammen kann Geld eingespart werden.

In Deutschland liegen die Gründe für den Anstieg der Wohnungslosigkeit in dem immer dramatischer werdenden Wohnungsmarkt. Zudem gibt es immer mehr Arbeitslose, Löhne sinken. Mieten können kaum noch bezahlt werden. Die Mittelschicht erodiert, 12 Millionen Menschen in Deutschland sollen offiziell als arm gelten. Parallel ist die Zahl der benötigten Sozialwohnungen seit 2002 um eine Million gesunken.

Obdachlose kämpfen zudem mit einem anderen Problem: Wer jahrelang auf der Straße gelebt hat, kann sich kaum wieder in „normale“ Lebensverhältnisse einfinden. Wohnungen werden als beengte Räume und nachbarschaftliches Zusammenleben als unerträglich empfunden. Hinzu kommen oftmals psychische und gesundheitliche Probleme, die durch das Leben auf der Straße entstanden sind oder verstärkt werden.

Das finnische Modell, das jedem, der eine Wohnung verliert, sofort eine dauerhafte Unterkunft bietet, sollte auch Vorbild für Deutschlands Politik sein. Dann würden diese mannigfaltigen Probleme erst gar nicht entstehen. Auch in Deutschland könnten Kosten gespart werden und Menschen, die Wohnungslos geworden sind, müssten nicht auf der Straße landen.

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1 Kommentar zu "Immer mehr Obdachlose in Deutschland"

  1. Sandra Markowitsch | 24. Oktober 2018 um 12:32 | Antworten

    Das ist doch politisch genau so gewollt. Dabei ist die Dunkelziffer auf über eine Millionen anzusetzen. Es ist auch politisch so gewollt, dass der Mittelstand immer mehr krachen geht. Irgendwie muss man die Deutschen doch mürbe kriegen und Menschen die immer mehr mit sich selber und der eigenen Existenz beschäftigt sind können sich nicht mehr um Politik und Land kümmern,geschweige denn sich wehren. Man hat also leichteres Spiel den Imperialismus, ääh Globalismus schleichend, still und leise zu installieren. Wie sagte doch Soros einst so schön in Davos:“ Die Zivilisation wird sich auflösen.“ Nach Adam Riese und Darwin heißt das, der Stärkere überlebt, alle Anderen werden gefressen.

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