In der CDU wird bereits offen über die Merkel-Nachfolge diskutiert

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Merkels Nachfolge 27.6.

Merkels Machtverfall ist allgegenwärtig und überall zu verfolgen. In den Umfragewerten stürzt die Kanzlerin weiter ab, die Attacken seitens der CSU werden immer dreister, die Zahl der „Endzeit“-Kommentare in den Medien wächst und die Isolation Merkels beim EU-Asyl-Gipfel war geradezu erstaunlich.

Dieser Tage reicht es aber vollkommen aus, sich in der Unionsfraktion umzuhören. Dort wird inzwischen ganz offen über Merkels Nachfolge diskutiert. Sollte die Kanzlerin an ihrer Migrationspolitik tatsächlich straucheln und in wenigen Monaten endlich aufgeben müssen, hat die Union derzeit vier Optionen für eine realistische Nachfolge.

Wolfgang Schäuble: Sollte es zu einem dramatischen Kanzlerinnensturz kommen, stünden die Chancen für den CDU-Greis Wolfgang Schäuble nicht schlecht, als Übergangskanzler einzuspringen. Schäuble ist eine CDU-Legende und genießt als Bundestagspräsident Autorität. Er könnte sogar von der SPD als Übergangskanzler akzeptiert werden. Dass sich Schäuble noch immer schützend vor die Kanzlerin stellt, könnte ihm allerdings Minuspunkte einbringen. Dennoch hat er mit seinen 45 Jahren Parlamentsmitgliedschaft als ältester Dienstabgeordneter wenige Konkurrenten.

Annegret Kramp-Karrenbauer: Merkel selbst setzt auf Kramp-Karrenbauer als ihre Nachfolgerin. Die CDU-Generalsekretärin soll in der Partei Sympathie genießen. Man mag ihre uneitle und ausgleichende Art. AKK, wie sie unionsintern gerne genannt wird, hat zudem wichtige Wahlen gewonnen. Sie hat rot-rot-grün im Saarland zu Fall gebracht und damit letztlich Merkel die Kanzlerschaft gerettet. Für manche Parteigenossen gilt sie allerdings zu Merkel-nah, zu sozial- und linkspolitisch orientiert. Der offene Brief, den sie an die CDU-Mitglieder schrieb, hat viele befremdet. Denn in der Union besteht der Wunsch nach grundlegender Erneuerung.

Jens Spahn: Zwischen AKK und Spahn dürfte auf jeden Fall eine Rivalität entstehen, denn Spahn steht eher für konservative Erneuerung. Er ist zum Symbol der Merkel-Kritik in der Union geworden. Er prangerte Merkels Fehler in der Migrationspolitik als erster öffentlich an. Mit seinem Buch „Staatsversagen“ stellte er Merkel und ihre Macht in Frage. Auf zwei Parteitagen konnte er Merkel sogar in einer offenen Feldschlacht besiegen. Rückendeckung würde Spahn von den Jungen in der Union erhalten, aber auch von Schäuble, der als sein Mentor gilt. Nicht zu vergessen: Spahn war vergangenes Jahr beim Bilderberger Treffen in den USA eingeladen.

Julia Klöckner: Sollte es zwischen AKK und Spahn zu einem nicht beilegbaren Machtkampf der Lager kommen, könnte Klöckner als lachende Dritte ihre Chance bekommen. Klöckner ist bereits seit 2012 CDU-Stellvertreterin Merkels. Ihr Verhältnis zur Kanzlerin ist weder nah noch distanziert. Sie verkörpert die Mitte zwischen Spahn und AKK. Im Machtkampf zwischen CSU und CDU hat sie sich auffallend zurückgehalten. Ihre Devise ist Balance zu halten, zwischen Merkels und Seehofers Politik.

Egal, wie die Wahl für Merkels Nachfolge ausfallen wird – eine echte Alternative mit der Chance auf eine grundlegende Erneuerung der deutschen und europäischen Politik ist von keinem der potenziellen Kandidaten zu erwarten.

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3 Kommentare zu "In der CDU wird bereits offen über die Merkel-Nachfolge diskutiert"

  1. Die CDU diskutiert die Nachfolge Angela Merkels. Das Volk diskutiert die Nachfolge der CDU.

  2. Sie hat nun mal mit Ihrem grünen Bessermenschentum den Karren an die Wand gefahren ! Natürlich muss Merkel abtreten um die CDU zu erhalten !

  3. Alles Wunschdenken!!!

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