Iranische Aktivistin: „Glauben Sie nicht den Medien – Iraner trauern nicht um Soleimani“

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Der nächtliche Anschlag des Iran auf US-Ziele im Irak könnte die Eskalation vorantreiben. Ein weiteres Indiz dafür: Die iranische Aktivistin und Journalistin Masih Alinejad hat in einem Beitrag für die „Washington Post“ davor gewarnt, den Medienberichterstattungen über die Reaktionen des iranischen Volkes zum Tod des Generals Soleimani Glauben zu schenken. Die Menschen würden nicht, wie von den Medien kolportiert, um Soleimani trauern. Das sei Propaganda des Mullah-Regimes und Menschen würden vom Regime dazu gezwungen werden, sich in Trauer um Soleimani zu begeben, so die Journalistin.

Im vergangenen November seien Tausende von Iranern im ganzen Land auf die Straße gegangen um gegen das Ayatollah Khamenei Regime, das seit 40 Jahren in dem Land eine klerikale Herrschaft ausübe, zu protestieren. Viele der Gegner des Regimes würden sich über den Tod Soleimanis freuen. Sie habe zahlreiche Zuschriften und Privat-Videos von Iranern erhalten, die dies dokumentieren würden. Sie seien froh, dass dieser „Wahnsinnige“ von Trump ausgeschaltet worden sei.

Es sei nicht möglich, etwas Kritisches in den sozialen Netzwerken des Irans zu verbreiten, geschweige denn etwas Kritisches zu liken, denn sonst könnte es passieren, dass die ganze Familie verfolgt werde. Das iranische Regime unterstütze den Terror, nicht das iranische Volk.

Die iranischen Medien würden von der islamischen Republik stark kontrolliert werden, so die Journalistin weiter. Öffentliche Versammlungen seien nur erlaubt, wenn sie für das Regime seien. Kritiker würden eingesperrt oder sogar erschossen. Sie selbst habe Morddrohungen im iranischen Fernsehen wegen ihrer Berichterstattung über Soleimanis Tötung erhalten. Für das iranische Regime sei es nicht schwer, alle Werkzeuge und Ressourcen des Staates zu nutzen, um einen Trauerzug zu inszenieren.

Unterdessen haben hochrangige US-Militärs in einem offiziellen Schreiben an ihre Verbündeten im Irak den Rückzug US-amerikanischer Kräfte angekündigt. Dieser Schritt erfolge aus Respekt vor der Souveränität des Irak und gemäß den Forderungen des irakischen Parlaments und Premierministers, hieß es. Der Kommandeur der US-Militär-Sondermission im Irak, William Seely, hat einen Brief an den Leiter des Irak „Joint Operations Command“ gesandt, in dem er über den Abzug der US-Truppe zum Zweck der Repositionierung berichtet. Er erklärte, dass die Kräfte der internationalen Anti-Terror-Koalition unter der Führung der Vereinigten Staaten in den kommenden Tagen und Wochen verlegt werden, um die nächste Bewegung vorzubereiten, berichten Nachrichtenagenturen.

Angesichts des geplanten Rückzugs der US-Armee soll nun auch der Bundeswehr-Einsatz im Irak beendet werden, wenn auch nicht sofort. Die Regierung hat offenbar eine „Ansage“ aus den USA erhalten und bereitet nun einen „reaktionsschnellen Rückzug“ vor, berichtet die „Welt“. Die Bundesregierung zieht einen Teil der Bundeswehr im Irak sofort ab. Die Soldaten werden zunächst nach Jordanien und Kuwait verlegt. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, wie sich die geopolitische Lage im Nahen Osten nach dem „Vergeltungsschlag“ entwickeln wird. Wir bleiben hier dran.

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2 Kommentare zu "Iranische Aktivistin: „Glauben Sie nicht den Medien – Iraner trauern nicht um Soleimani“"

  1. Der Reichsdeutsche sagt | 8. Januar 2020 um 11:46 | Antworten

    wer den sogenannten Medien den MSM oder den Bedürfnisanstalten ARD/ZDF noch was glaubt dem kann man nicht mehr helfen.
    Bei dem ist Hopfen und Malz wörtlich gesprochen verloren der kann sich gleich selber einen Pudding durch die Kniescheibe schießen.
    Wäre es anders gewesen so hätten die Iraner nicht die Amis vorher informiert das sie eine Rakete auf eine Kaserne abschleßen werden.
    Hier und wo anders geht es immer nur um Schotter und um Bodenschätze um Macht zu zeigen dazu gehört auch tarnen und täuschen !!!

  2. https://www.morgenpost.de/sport/article228121493/Irans-einzige-Olympia-Medaillengewinnerin-verlaesst-ihr-Land.html

    Eine deutlichere Brandmarkung des Mullah-Regimes in Teheran gibt es nicht!

    Ich habe aber kein Mitleid, denn ich sehe noch die Abdankung des Schahs (der auch nicht alles richtig machte) und die Rückkehr von Ayatollah Khomeini‎ aus seinem christlichen Exil (Frankreich) nach Teheran und wie die Hammel damals jubelten, nun haben sie den Salat und müssen mit der Verschleierung, der Steinigung und dem öffentlich Aufgehängtwerden eben leben!

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