Ist Sebastian Kurz der bessere Kanzler?

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Österreichs Bundeskanzler hat zu Beginn viel Kritik einstecken müssen. Für Linke ist er ein Rechtspopulist, für Spießer ein Studienabbrecher für die Grünen ein arroganter Schnösel. Dass er als Kanzler Economyclass fliegt, wird ihm als Kleinbürgertum ausgelegt. Nach nur neun Monaten sind seine Umfragewerte dennoch besser denn je. Seine Auftritte sind diplomatisch, trittsicher und von alter Schule geprägt. In Interviews wartet der „Studienabbrecher“ mit Intelligenz und Rhetorik auf.

Deutsche wünschen sich Kurz als Kanzler

Viele in Deutschland wünschen sich Kurz als Kanzler. Er ist zu einer Leitfigur geworden, nicht zuletzt durch seine Migrationspolitik, sondern auch durch sein gewandtes Auftreten auf dem internationalen politischen Parkett. Österreich hat bis zum Ende des Jahres den Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne. Beim gegenwärtigen EU-Gipfel in Salzburg will Kurz als Gastgeber die Gelegenheit nutzen, um für seine Politik zu werben. Sein Plan lautet: umfassender Schutz der EU-Außengrenzen. Das Motto für die EU-Ratspräsidentschaft lautet denn auch „Ein Europa, das schützt“. Europa müsse für seine Bürger wieder Sicherheit schaffen. Dann werde Europa auch wieder geschätzt, so Kurz.

Kurz genießt Vertrauen

Kurz appelliert an die Mitgliedstaaten, dass die Konflikte in der Migrationspolitik beigelegt werden müssen. Es gebe derzeit zu viele Spannungen in der EU, warnte Kurz. Die EU könne nur stark bleiben, wenn alle gemeinsam handeln. Kurz wird durch seine Politik immer mehr zum europäischen Brückenbauer. Denn sowohl Ost- als auch Südeuropäer misstrauen Merkel. Viele verfolgen inzwischen ihre eigene Migrationspolitik. Die Gräben innerhalb der EU sind groß geworden. Man traut nicht dem Vorschlag eines gemeinsamen Grenzschutzes aus Berlin. Man verlässt sich lieber darauf, die Grenzen selbst zu schützen.

Kurz genießt jedoch auf allen Seiten Vertrauen. Zum einen gilt er als überzeugter Europäer, zum anderen als Mann, der die Zuwanderung stoppen und die EU-Außengrenzen schützen will. Kurz sagte bereits zu Beginn seiner Kanzlerschaft, er wolle ein starkes Europa, das in den „großen Fragen“ gemeinsam entscheide, die Entscheidung der „kleinen Fragen“ aber den Mitgliedstaaten selbst überlasse. Ein Europa der Subsidiarität, das einen starken Grenzschutz nach außen vertrete, um die Grenzen innerhalb Europas wieder sicher zu machen.

Italien misstraut Merkel und Macron

Merkel und Macron wollen mit der EU-Grenzschutzagentur Frontex künftig die EU-Außengrenzen schützen. Italien und Griechenland misstrauen dem Plan aus Berlin und Paris. Denn zum einen könnte Frontex im Meer aufgegriffenen Migranten weiter nach Europa bringen. Zum anderen befürchten die Länder, dass Migranten nicht mehr in Europa verteilt werden könnten. Sebastian Kurz will die Außengrenzen ebenfalls mit Frontex schützen lassen und appelliert an Italien, die Unterstützung der Europäischen Union anzunehmen.

Um das Problem der Migration zu lösen, will Kurz in Nordafrika sogenannte „Anlandezentren“ einrichten, um den Flüchtlingsstrom aufzuhalten. Diese Idee stellten schon Merkel und Macron vor und wird sehr kritisch gesehen. Die Idee eines europäischen Grenzschutzes ist grundsätzlich richtig. Doch Frontex müsste gewährleisten, dass Migranten wieder nach Afrika zurückgebracht werden. Ansonsten ist das Konzept des Grenzschutzes obsolet.

Flutung Europas ist beschlossene Sache

Die Ursachen der Migration können auch nicht durch „Anlandezentren“ in Nordafrika beseitigt werden. Dazu müsste der Plan, Europa mit Migranten zu fluten, über Bord geworfen werden. Doch dazu wird es nicht kommen. Die Flutung Europas ist beschlossene Sache. Daran wird auch Kanzler Kurz nichts ändern, trotz aller diplomatischer Bemühungen.

 

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8 Kommentare zu "Ist Sebastian Kurz der bessere Kanzler?"

  1. Dieser Artikel liest sich, als sei er schon ein halbes Jahr alt. Kurz hat längst massiv an Vertrauen eingebüßt, denn er redet nur und handelt nicht. Nein, er handelt doch, hat für das verfahren gegen Ungarn gestimmt, obwohl er noch vor kurzem mit Orban zusammen arbeiten wollte.
    Kurz ist ein SOROS-Mann! Begreift es! Er ist ein Mißverständnis, ein Täuscher, Mogelpackung. Im Zweifel wird er mithelfen, Europa zu afrikanisieren, nur redet er anders.
    Wir brauchen andere Kanzler. Wie wäre es mit Meuthen? Zur Not wäre sogar ein Höcke die vielleicht letzte Rettung, ganz sicher kein Kurz.

    • Volltreffer…Kurz und Soros: gute Bekannte!
      Und mit diesem George Soros verbindet Sebastian Kurz einiges: Er wurde von Soros persönlich in dessen einflussreiche Denkfabrik European Council on Foreign Relations (ECFR) geholt. Kurz ist also kein Gegner, sondern sitzt mittendrin im Kreis jener, die die Masseneinwanderung nicht nur befürworten, sondern auch lenken. Zumindest war das jahrelang der Fall. Denn seit wenigen Monaten ist sein Name von der Internetseite der Soros-Denkfabrik verschwunden. Eine Taktik?

  2. Ich habe gerade Fallobst nach den Sturm aufgesammelt.
    Nun habe ich ein wenig Zeit, außerhalb des Tagesgeschäftes.
    Nehmt mich zum Kanzler, ich bin unversaut und völlig normal.

    … und bin im Reinen mit mir.

  3. Oje! Das ist ja gar nicht ideologisch korrekt!
    Hatten sich die Deutschen doch schon einmal einen Österreicher als Kanzler gewunschen ……..

  4. Ich stimme Volker Schulz zu. Anfangs wollte ich auch Kurz als Kanzler, aber ich beobachte ihn und sehe seine Veränderungen, seit er bei den Bilderbergern war. Er wurde auf Spur gebracht. Einem Kanzler, der Merkel plötzlich „meine liebe Angela“ nennt und mit ihr zusammenarbeiten will, misstraue ich zutiefst, genauso wie Frontex. Frontex ist ein Witz. Nicht nur, dass ich auch davon ausgehe, dass die die Migranten nach Europa bringen. Wie sollen denn bitteschön 10.000 Hanseln Millionen abhalten????? Zumal diese 10.000 sowieso erst bis 2020 da sein sollen. Bis dahin ist Deutschland sowieso fertig, ist es eigentlich jetzt schon. Nein, Kurz ist nicht der, für den er sich ausgibt, es ist ein falscher Hund. Sieht man auch daran, dass er sofort in Merkels Hetzjagdgeheul eingestimnmt hat, anstatt sich erst einmal selbst zu informieren. Und dass er sich gegen Orban gestellt hat, ist unfassbar. Kurz ist kein Kämpfer. Er ist ein glattgebügeltes Bubelchen, das sich der eigenen Selbstdarstellung zuliebe bis zur Unkenntlichkeit anpassen wird.
    Merkel muss entfernt werden – und das umgehend.

    • Invasion wird nicht gestoppt…
      Typisch Österreichs Politdarsteller: so Faymann
      „Ich bin nicht der Meinung, dass Frau Merkel unverantwortlich gehandelt hat“
      Kennen wir ja aus Faymanns Zeit so auch Kern und Kurz, gehen zum Treffen mit Merkel „ohne Meinung“ und kommen zurück mit „ihrer Meinung“.

  5. Franz Josef Kostinek | 22. September 2018 um 6:24 | Antworten

    am 14. Oktober 2018 ist der Tag an dem es anfängt etwas zum Positiven zu verändern. Ich freue mich darauf.

  6. Herr Kurz ist der bessere Kanzler weil dieser Sachverstan hat Diplomat ist und vor allen kritisiert Er keinen Gegner wie die Deutschen Politiker aller Parteien außer AFD und CSU. Es wird an der Zeit dass in der Politik wieder Fairness einkehrt und das wie Herr Kurz wieder Politik für das Volk gemacht wird.
    Heringlehner Herbert

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