Ist WikiLeaks Gründer Julian Assange in Gefahr?

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Assange

Seit sechs Jahren verharrt nun der WikiLeaks Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London im Asyl. Sechs Jahre der Gefangenschaft in engen Räumen, ohne Ausgang und getrennt von seiner Familie. Kritiker sind über eine derartige Verletzung der Menschenrechte innerhalb Europas empört.

Im Juni forderte die Linke die Freilassung des Aktivisten und kritisierte, dass Assange jegliche Verbindung zur Außenwelt genommen wurde; Durch die Kappung der Internet- und aller sonstigen Medienverbindungen in den Räumen der ecuadorianischen Botschaft in London.

Assange hatte sich kritisch gegenüber der Inhaftierung des ehemaligen katalonischen Regierungschefs Carles Puigdemont geäußert. Das hatte die Botschaft von Ecuador offenbar veranlasst, alle Verbindungen zu kappen. Dass Assange nun nicht mal mehr Verbindung zur Außenwelt habe, verschärfe die ohnehin harten Bedingungen zusätzlich, kritisieren die Linken.

Die Lage von Julian Assange ist inzwischen dramatisch geworden. Zum einen hat die ecuadorianische Regierung unter dem neuen Präsidenten einen krassen politischen Kurswechsel vollzogen. Zu den veränderten politischen Prinzipien gehört auch die Gewährung des politischen Asyls für Assange, das jetzt aufgehoben zu werden droht.

Zudem hat US-Justizminister Jeff Sessions die Festnahme von Assange jüngst zu seinen „Prioritäten“ erklärt. Die Sicherheitsexperten in den USA seien sehr über die Zahl der undichten Stellen besorgt. Deshalb müsse der Kampf gegen „Leaks“ verschärft und die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden.

Die Gefahr, dass Assange an die USA ausgeliefert wird, ist so groß wie nie. Denn die ecuadorianische Regierung will ihn nun loswerden. Der Präsident Ecuadors Lenín Moreno war vor wenigen Tagen zu einer Konferenz in London eingetroffen. Er soll sich dort auch mit der britischen Regierung getroffen haben, um das Ende von Assanges Asyl zu vereinbaren.

Julian Assange könnte dann zunächst den britischen Behörden übergeben werden. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Assange wegen den Vergewaltigungsvorwürfen vergangenes Jahr offiziell eingestellt. Doch nicht nur die USA, sondern auch die britischen Behörden haben ein Interesse an einer Verurteilung des Whistleblowers. Mit der Flucht in die ecuadorianische Botschaft soll er gegen britische Gesetze verstoßen haben.

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2 Kommentare zu "Ist WikiLeaks Gründer Julian Assange in Gefahr?"

  1. Was ist das für eine beschissene Welt!!!!
    Da sagt einer die Wahrheit und soll verurteilt werden.

    Ja, die Wahrheit wollen „die da oben“ nicht gerne hören, und schon gar nicht verbreitet wissen!!!!.
    Da einigt man sich lieber auf „Spion“ oder „Verräter“.
    Dann kann man ihn auch verklagen und verurteilen!!!!!

    Dreckiges Saupack die ganzen Politiker. Alles Volksverräter!!!!!

  2. Franz Neumayer | 2. August 2018 um 7:35 | Antworten

    Meckertante, da haben Sie vollkommen Recht. Wir haben eine total verblödende Welt. Da werden Verbrecher geschützt und die, die Verbrechen aufdecken werden bestraft. In Deutschland wird die Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt und die staatlich gesteuerten Medien tragen immer mehr zur Volksverdummung bei. Deutliches Zeichen: Jene, die in Mega-Ställe eindringen um Tierleid zu filmen und öffentlich darauf hinweisen, solche Menschen werden künftig bestraft, aber die Tierquäler werden von unserer Regierung geschützt. Ebenso haben wir nicht Opferschutz, sondern Täterschutz. Wie sehr unser Staat verkommt kann man täglich in den Medien sehen und lesen, die noch nicht auf Regierungskurs „eingenordet“ sind.

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