+++ IWF für Schuldenerlass Griechenlands +++

Watergate Redaktion 26.5.2017

Der IWF hat sich für einen Schuldenerlass Griechenlands ausgesprochen, berichtet wallstreet-online. Griechenland könne ohne einen Schuldenschnitt nicht aus der Krise kommen. Griechenland soll ein drittes Hilfspaket bekommen, doch der IWF knüpft den Schuldenerlass als Bedingung an. Der IWF Finanzmarktchef Adrian kritisierte die mangelnde finanzpolitische Disziplin vieler Europäischer Staaten. Es sei ein Problem, dass EU-Länder nicht zur Einhaltung von Staatshaushaltsregeln gezwungen werden könne. Die wirtschaftlichen Ungleichgewichte könnten zu einem immer größeren Problem für die Eurozone werden. Die umgangssprachlich oft als „Maastricht-Kriterien“ genannten Konvergenzkriterien sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Eintritt in die Währungsunion, die über das Verfahren der Mitglieder bei einem übermäßigen Defizit entscheiden sollen:

 
1.    Preisstabilität
Erreichung eines hohen Grades an Preisstabilität, ersichtlich aus der Inflationsrate. Vorm Durchschnitt der drei preisstabilsten Länder darf höchsten 1,5% abgewichen werden.

2.    Stabilität der öffentlichen Finanzen
Eine auf Dauer tragbare Finanzlage der öffentlichen Hand, ersichtlich aus einer öffentlichen Haushaltslage ohne übermäßiges Defizit, das sich an zwei Unterkriterien orientiert. Konkret: Das jährliche öffentliche Haushaltsdefizit (Neuverschuldung) darf 3% des BIP nicht überschreiten und die Gesamtschulden der öffentlichen Hand dürfen nicht mehr als 60% des BIP ausmachen.
3.    Wechselkursstabilität
Teilnahme am Wechselkursmechanismus des Europäischen Währungssystems und Einhaltung der normalen Bandbreiten des Wechselkursmechanismus seit mindestens zwei Jahren ohne Abwertung gegenüber dem Euro. Der Wechselkursmechanismus erlaubt Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und der jeweiligen nationalen Währung mit einer Brandbreite von +- 15%.
4.    Zinsen
Dauerhaftigkeit der erreichten Konvergenz und Teilnahme am Wechselkursmechanismus, die im Niveau der langfristigen Zinssätze zum Ausdruck kommt. Konkret: Der durchschnittliche langfristige Nominalzinssatz darf nicht mehr als 2 Prozentpunkte über dem entsprechenden Satz in jenen drei EU-Staaten liegen, die auf dem Gebiet der Preisstabilität das beste Ergebnis erzielen.

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