IWF-Warnung vor deutscher Preisblase: Schlimmer Finanzabsturz?

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Polizeistaat

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich mit einer besorgniserregenden Warnung an die Öffentlichkeit gewandt. Es geht um die Immobilienpreise – und hier insbesondere um die Preisentwicklung in den Großstädten unseres Landes. Hier würden die Preise nach Angaben des IWF, zitiert nach dem „Spiegel“, schneller steigen als die Marktkräfte, also die reine Nachfrage sowie die wirtschaftlichen Daten dies begründen könnten. Es gebe deutschlandweit offenbar noch keinen Grund, um Alarmstimmung zu verbreiten. Nur in einzelnen Großstädten sei dies bedenklich.

Überbewertungen und die Folgen

Die Überbewertung bedeutet nicht nur, dass es einen Wohlstandsverlust bei den Bürgern, die Mieten zahlen oder neue Immobilien erwerben wollen, gibt. Vielmehr wächst nach Einschätzung dieser Redaktion damit das Risiko, dass es zu einer massenhaften Verarmung kommen dürfte, wenn die Zinsen steigen. Dann wird sichtbar, wie weit die Überbewertung geht. Wer dann unter den neuen Finanzierungskonditionen versucht, Immobilien zu verkaufen, wird – oft verschuldet – plötzlich deutlich weniger auf der Habenseite verbuchen können.

Profiteure sind dann diejenigen, die kaufen – und vor allem die Banken, denen die Immobilien im Zweifel zufallen können. Die werden als Sicherheiten für Kredite eingetragen.

Zu den Fakten: In München seien die Preise im Jahr 2017 um 46 % höher gewesen, als dies nach den wirtschaftlich vorliegenden Daten „zu erwarten gewesen wäre“, heißt es.

Ähnlich ist das Bild in Hannover, im nördlicheren Hamburg sowie in Frankfurt. Dort wird die Differenz mit 25 % bis 30 % taxiert.

Teuer ist es auch in Düsseldorf oder in Stuttgart. Dort wird eine Überbewertung in Höhe von 10 % bis 15 % angenommen. Die Verteuerung jedoch scheine nun ein Ende zu nehmen, wird mit Bezug auf diese beiden Städte deutlich.

Einwanderung und steigende Einkommen

Die Gründe für den Preisanstieg sind demnach vielfältig. Die niedrigen Zinsen sind lediglich ein Faktor. Steigende Einkommen seien ebenso verantwortlich und darüber hinaus auch die verstärkte Einwanderung. Der Staat begrenze durch eine strengen und strengeren Umweltauflaten wiederum das Angebot.

Diese Redaktion sieht in den Daten dennoch ein Alarmsignal. Denn: Änderungen sind nicht in Sicht. Und die Immobilienblase ist tatsächlich, wie oben beschrieben, eine Kreditblase.

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2 Kommentare zu "IWF-Warnung vor deutscher Preisblase: Schlimmer Finanzabsturz?"

  1. Franz Josef Kostinek | 22. Juli 2018 um 6:36 | Antworten

    Und wer verdient daran ? Die Banken die aus dem Nichts die Kredite machen dafür aber eine Wohnung, ein Haus haben das dann immer noch Erträge bringt da jeder Mensch ein Dach über seinem Kopf braucht.

  2. Volker Schulz | 22. Juli 2018 um 13:39 | Antworten

    Das System wird erst kippen, wenn die Zahl der neu gebauten Wohnungen größer wird als die Zahl der Wohnungssuchenden, darunter meist sog. Eindringlinge, euphemistisch auch Flüchtende genannt.
    Ein weltweiter Konjunktureinbruch, der auch nachhaltig Deutschland trifft, würde ebenfalls die Immobilienblase zum Platzen bringen, aber ich denke, die Nachfrage nach Wohnraum wird es dämpfen. Wer allerdings in München jetzt eine Zweizimmerwohnung für tatsächlich geforderte 500.000 Euro kauft und dafür knapp 60 m² erhält, muß wissen, was er tut.

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